Evangelisches Schülerheim in Siebenbürgen
Schülerheim bittet um Unterstützung
Im sogenannten Hermannstädter Karyatiden-Haus, einem Barockpalais aus den 1780er-Jahren, befindet sich seit 1990 das landeskirchliche Schülerwohnheim. Im Jahr 2008 wurde die landeskirchliche Einrichtung zu Ehren des deutschen Journalisten Ernst Weisenfeld (1913-2009) umbenannt, dessen Ehefrau Elena Mureșan das Schülerheim seit Beginn der 90er-Jahre durch eine Stiftung fördert. Das Heim befindet sich im Zentrum der Stadt, in unmittelbarer Nähe zum Samuel-von-Brukenthal-Lyzeum, zur Hermannstädter Stadtpfarrkirche und zum Friedrich-Teutsch-Haus in der Fleischergasse (Str. Mitropoliei).
Evangelischer Glaube und deutsche Sprache
Ins Leben gerufen hat die Landeskirche dieses Schülerheim 1990 als eine Reaktion auf den massiven Rückgang evangelischer Gemeindeglieder durch die Auswanderung der Rumäniendeutschen in die Bundesrepublik Deutschland. Neben vielen älteren, nun alleinstehenden Gemeindegliedern, waren auch Schulkinder aus evangelischen Familien betroffen, indem ihnen durch die Auflösung der deutschen Abteilungen in Dorf - und Kleinstadtschulen der Schulunterricht in deutscher Sprache unmöglich wurde. Aber auch rumänische Kinder und Angehörige anderer ethnischen Gruppen nehmen die Möglichkeit wahr, deutsche Schulen zu besuchen und dadurch den evangelischen Glauben kennenzulernen, denn auch in Siebenbürgen sind Schulunterricht und evangelische Kirche immer eng miteinander verflochten gewesen.
GAW Hessen-Nassau unterstützt das Schülerheim
Auf Beschluss seines Vorstandes hat das Gustav-Adolf-Werk Hessen-Nassau bereits 3.000 Euro an das Schülerheim überwiesen, um den größten Mangel zu beheben.
Alexia Toba, die Leiterin des Schülerheimes, schreibt dazu;
Die zentrale Aktivität unseres Hauses besteht in der Betreuung und Begleitung des schulischen und christlich-menschlichen Werdegangs unserer SchülerInnen bis ins volljährige Alter und dem Bestehen der Maturaprüfung (Abitur). Wir versuchen den rund 60 Jugendlichen ein angenehmes Zuhause und gute Bedingungen zu bieten, in dem evangelischer Glaube gelebt, die deutsche Sprache gelernt und gepflegt wird, in anderen Worten, eine Einrichtung zu sein, die jungen Menschen den Weg zu guter Bildung, intellektuellen Leistungen und ökumenischer Gemeinschaft öffnet.
Bitte um Unterstützung
Soviel zur Idee des Hauses. Im Alltag sieht es dann manchmal so aus, dass mal das Eine, mal das Andere einer Reparatur bedarf oder gar ersetzt werden muss. Wie jetzt zum Beispiel unser Wäschetrockner. Außerdem ist es mal wieder an der Zeit, die Spannbetttücher für die Betten der Jugendlichen zu erneuern.
Passionsopfer 2026
Ein Schwerpunkt der Sammlungen 2026 soll das evangelische Schülerheim in Hermannstadt sein. Aus diesem Grund hat der Vorstand des GAW Hessen-Nassau das diesjährige Passionsopfer für das Schülerheim bestimmt. Die Passionszeit ist eine Zeit des bewussten Verzichts, dessen Ersparnis man an andere weitergeben kann. Und die Gemeinden werden gebeten, die Kollekten der Passionsandachten und andere Kollekten in diesem Zeitraum für das Passionsopfer weiterzugeben.
Kollekte in Hessen-Nassau
Am 15. November 2026 geht ein Teil der Kollekte, die in allen Gottesdiensten in Hessen-Nassau gesammelt wird, an das Schülerheim. Diese Kollekte teilt sich das GAW mit "Zeichen der Hoffnung" und mit "Hoffnung für Osteuropa".
Das Schülerheim, Eingang links im Bild
Party im Schülerheim