Unterstützung für theologische Bildung

Lernen, um Kirche und Welt zu verstehen

Predigerin Maria Worobjowa-Becker

GAW unterstützt theologische Bildung in Partnerkirchen

„Im Studium hat mich besonders die Theologie der Gleichheit und Freiheit aller Menschen in Jesus Christus angesprochen, da ich aus einer patriarchal geprägten Gesellschaft komme“, erzählt Maria Worobjowa-Becker aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kirgisistan. Sie ist aktuell die einzige Frau aus dieser Kirche, die Theologie studiert. Sie hat sich für ein Fernstudium an einer ukrainischen Universität entschieden, und hofft in zwei Jahren gleichzeitig Theologie im Bachelor und Transformative Führung im Master abzuschließen. Ihr Studium hat ihren Blick auf die Rolle der Kirche in der Gesellschaft verändert: „Vorher dachte ich, dass die Kirche sich von der Welt absondern sollte. Inzwischen bin ich jedoch eher der Überzeugung, dass sie ein Teil der Gesellschaft ist und diese im christlichen Sinne beeinflussen sollte. Auch meine Ansicht über die Rolle der Frau in der Kirche hat sich weiterentwickelt. In diesem Fall sollte die Kirche sich tatsächlich von der ‚Welt‘ absetzen und zum Werkzeug der Freiheit für alle Menschen werden, die unter religiöser, kultureller und geschlechtsbasierter Gewalt leiden.“

Das im Studium Gelernte setzt Maria Worobjowa-Becker in ihren Predigten, in einem Aufklärungsprojekt über Gewalt gegen Frauen und in Fortbildungen für Frauen um. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kirgisistan hat weder finanzielle Mittel noch personelle Kräfte, um sich eine theologische Hochschule zu leisten. Trotzdem braucht sie dringend Menschen, die in Gemeinden predigen, Kinder- und Jugendarbeit leiten oder sonst Verantwortung in der Kirche übernehmen. Um sie weiterzubilden, werden jährlich sechs Seminare angeboten.

Das GAW fördert in diesem Jahr verschiedene Ausbildungsprogramme und Seminare in den Partnerkirchen in Kasachstan, Kirgisistan und Russland mit insgesamt 13 000 Euro.

Unterstützen Sie mit uns die theologische Ausbildung in den Diasporakirchen!

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