Venezuela
Partnerkirche des Gustav-Adolf-Werks

Evangelisch-Lutherische Kirche in Venezuela
(Iglesia Evangélica Luterana en Venezuela - IELV)
ca. 1.500 Gemeindeglieder, fünf Gemeinden und zwei Missionsgemeinden, eine Pfarrerin und drei Pfarrer
Kirchenpräsident: Pastor Gerardo A. Hands Colmenares
Apartado Postal 3012, El Trigal
Valencia, Estrado Carabobo, VENEZUELA
Tel. und Fax: 0058 241. 822 75 91
E-Mail: ielv.venezuela@gmail.com und gerhands@gmail.com
Die IELV wurde 1985 gegründet und gehört seit 1986 zum Lutherischen Weltbund. Sie baut auf auf die Arbeit der ersten deutschen lutherischen Gemeinde, die 1893 in Caracas gegründet wurde, und des „Lutherischen venezolanischen Rates“, der sich 1958 konstituierte und verschiedene lutherische und reformierte Einwanderer aus ganz Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengeführt hat.
Die Kirche ist vor allem in den Städten präsent. In Caracas gibt es den Gemeindeverband „La Resurrección“, in ihm sind die deutschsprachige Gemeinde „San Miguel“ und die spanischsprachige Gemeinde „La Reforma“ die größten. Daneben gibt es drei kleine Gruppen ungarisch-, lettisch- und skandinavischsprachiger Mitglieder. Weitere Gemeinden befinden sich in Maracaibo, Valencia, Barquisimeto, Barinas und Turén. 40 % der Kirchenmitglieder sind spanischsprachig. Die IELV hat schwierige Jahre hinter sich, die auch mit den politischen Spannungen des Landes zu tun haben. Die Gemeindegliederzahl ist in den vergangenen Jahren stark gesunken.
Vorwiegend junge Menschen, die im Land aufgrund der ökonomischen Situation und der politischen Unsicherheit keine sichere Zukunft sehen, wandern ab. Rechtlich hat sich die IELV in einem mühsamen Prozess neu aufgestellt, jedoch konnten noch nicht alle Gemeinden sich dem anschließen.
In den Gemeinden spielt die sozial-diakonische Arbeit eine große Rolle. Beispielhaft ist hier die Gemeinde in Valencia mit einer lutherischen Schule, dem Waisenhaus „Casa Hogar“, dem Diakoniezentrum „Casa de la Amistad“ und dem dazugehörigen Kindergarten. Diese Arbeit ist jedoch durch die Wirtschaftskrise im Land akut gefährdet.