175 Jahre Frauenarbeit im GAW
2026 wird die GAW-Frauenarbeit stolze 175 Jahre alt! Damit ist sie die älteste evangelische Frauenarbeit in Deutschland.
Als 1832 das Gustav-Adolf-Werk gegründet wurde, waren Frauen als Mitglieder nicht vorgesehen. Es dauerte noch fast 20 Jahre, bis am 21. November 1851 in Berlin der erste Gustav-Adolf-Frauenverein entstand. Viele weitere folgten. Allerdings konnten die Frauenvereine anfangs nur unter Aufsicht und Kontrolle der Männer wirken. Das hat sich zum Glück in den letzten 175 Jahren geändert. Heute ist die Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit ein selbständiger Teil des GAW. Ihr liegt besonders die Vernetzung und Stärkung von Frauen in den Partnerkirchen am Herzen.
Stand zunächst die Hilfe im Mittelpunkt, hat sich unsere Arbeit in den vergangenen 175 Jahren stetig weiterentwickelt. Heute legen wir einen stärkeren Schwerpunkt auf den Austausch und das gegenseitige Lernen. Wir verstehen uns nicht mehr nur als reines Hilfswerk, sondern auch als Bildungswerk.
Predigten
Predigt im Festgottesdienst zum Jubiläum 175 Jahre Frauenarbeit im GAW
Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz und Präsidentin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)
Predigt zum Jubiläum 175 Jahre Frauenarbeit im GAW
Martin Dutzmann, Präsident des GAW der Evangelischen Kirche in Deutschland
Berichte
Fotos zum Download
Theologin und Journalistin Johanna Haberer hielt den Festvortrag: „Frauenrechte weltweit – Fortschritte oder Rückschritte?“, Inge Rühl ist Vorsitzende der Frauenarbeit im GAW (Foto: Maaja Pauska/GAW)
Festpredigerin Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz und Präsidentin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) (Foto: Maaja Pauska/GAW)
Frauenpower mit Gästen und Referentinnen aus den Partnerkirchen: aus Chile, Brasilien, Frankreich, Slowenien, Slowakei, Italien und Kuba (Foto: Maaja Pauska/GAW)
Kirchen-Clowninnen Gertrud und Matilde (Pfarrerin Elke Markmann und Theologin Luise Metzler) (Foto: Maaja Pauska/GAW)
Mit kleinen Punkten markierten die Teilnehmerinnen ihre Heimat- oder Wirkungsorte auf dem Globus. (Foto: Maaja Pauska/GAW)
Älteste evangelische Frauenarbeit in Deutschland
1851 gründete sich in Berlin ein „musikalischer Frauenverein zum Besten der Gustav-Adolf-Stiftung”, der zum Vorbild für Hunderte weitere wurde. Zwar bestand eine Gustav-Adolf-Frauengruppe um Louise Wildt in Rees am Niederrhein vermutlich bereits seit 1848. Es existieren jedoch keine Gründungsunterlagen, sodass das Jahr später nach mündlichen Angaben ermittelt worden ist.
Weitere Infos
Fragen beantwortet die Mitarbeiterin für Frauenarbeit in der GAW-Zentrale in Leipzig, Sarah Münch:
• Telefon: 0341. 490 62 22
• E-Mail: frauenarbeit@gustav-adolf-werk.de
• Post: Gustav-Adolf-Werk, Pistorisstraße 6, 04229 Leipzig
Jubiläumswochenende 24. – 26. April 2026 in Leipzig
Freitag, 24. April: Thomaskirche
- 18 Uhr Motette in der Thomaskirche mit Predigt von Prälat i. R. Martin Dutzmann, Präsident des GAW
- 19.30 Uhr Empfang im Gemeindesaal der Thomaskirche
Samstag, 25. April: Peterskirche
„Frauentag – Vielfältig und vernetzt“
- 9.30 Uhr Begrüßung: Inge Rühl, Morgenimpuls: Kirchen-Clowninnen Gertrud und Matilde (Pfarrerin Elke Markmann und Luise Metzler)
- 11.00 Uhr Festvortrag: „Frauenrechte weltweit – Fortschritte oder Rückschritte?“ mit Prof. Johanna Haberer
- 14.30 – 17.30 Uhr Thematische Salons mit Referentinnen aus den Partnerkirchen
(Jede Teilnehmerin hat die Möglichkeit, sich für zwei Salons anzumelden.) - 18.00 Uhr Frauenmahl
Übersicht Salons
In der lutherischen Kirche in Polen haben die Theologinnen jahrzehntelang für die Frauenordination gestritten – letztlich mit Erfolg, als 2022 die ersten Frauen ordiniert wurden. In Lettland bleibt die Ordination den Theologinnen weiterhin verwehrt. Seit 1999 werden Frauen in der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien zu Pfarrerinnen ordiniert. Drei Pfarrerinnen berichten von ihren Erfahrungen.
mit Pfarrerin Austra Reinis (Wittenberg; ehemals USA/Lettland), Pfarrerin Elfriede Dörr (Rumänien) und Pfarrerin Elżbieta Byrtek (Polen)
Pfarrerin Carina Schmidt betreut fünf kleine Gemeinden im äußersten Süden Brasiliens, die mehrere 100 Kilometer voneinander entfernt sind. Hier in der „Diaspora der Diaspora“ versucht sie die Verbundenheit der Menschen untereinander und die finanzielle Eigenständigkeit der Gemeinden zu stärken.
mit Pfarrerin Carina Schmidt (Brasilien)
Pfarrerin Liudmila Schnabel und Pfarrin Almut Klose erzählen von Glauben, Berufung und dem Ankommen in einer neuen Heimat.
Mit Musik, persönlichen Geschichten und kreativen Impulsen laden sie dazu ein, Spiritualität aus verschiedenen Kulturen kennenzulernen und zu entdecken, wie Menschen über Grenzen hinweg Kirche lebendig gestalten.
mit Pfarrerinnen Liudmila Schnabel (Nauen; ehemals Kuba) und Almut Klose (Llanquihue/Chile; ehemals Deutschland)
Die Diakonie der lutherischen Kirche in Polen setzt sich auf vielfältige Weise für hilfsbedürftige Menschen ein und arbeitet dabei eng mit den Gemeinden zusammen. Generaldirektorin Wanda Falk berichtet von Projekten für sozial benachteiligte Kinder, Pflegemigrantinnen und Geflüchtete, Katja Marks von ihrem Praktikum in der Diakonie Polen.
mit Wanda Falk, Generaldirektorin der Diakonie Polen, und Katja Marks, Pflegekraft und ehemalige Volontärin bei der Diakonie Polen
Seit vielen Jahren arbeitet die GAW-Frauenarbeit mit den kirchlichen Frauenarbeiten in Slowenien und der Slowakei zusammen. Wie sieht die Frauenarbeit in diesen beiden evangelischen Kirchen aus? Welche Angebote macht sie den Frauen? Und wie belebt sie die Kirche?
mit Pfarrerin Simona Prosič Filip (Slowenien) und Eva Oslikova (Slowakei)
Neben Input und Gesprächen gibt dieser Salon uns die Möglichkeit, unseren Körper in Bewegung zu bringen! Mit leicht erlernbaren Tänzen aus den Ländern der GAW-Partnerkirchen kommen wir in Schwung und lernen Europa und Südamerika musikalisch kennen.
mit N.N. (Leipzig)
Anna Polcková ist Pfarrerin in der evangelischen Altstadtgemeinde in Bratislava. Sie sieht den christlichen Auftrag der Kirche darin, an der Seite von Minderheiten zu stehen. Ihre Gottesdienste als Begleitaktivität zur Pride-Parade Bratislava sind jedes Jahr gut besucht. Im Sommer lädt sie regelmäßig Roma-Kinder zu einer christlichen Freizeit ein.
mit Pfarrerin Anna Polcková (Slowakei)
Wir blicken auf einen besonderen Abschnitt der 175jährigen Geschichte, die Jahre der Wiedervereinigung der beiden Werke des GAW. Die Begegnungen mit den für lange Zeit abgeschotteten Kirchen im Osten wurden für die Frauenarbeit im GAW zu einer spannenden Glaubenserfahrung.
mit Vera Gast-Kellert, Vorsitzende der GAW-Frauenarbeit 1991-2015 (Gummersbach)
Viele Menschen führt ihre spirituelle Suche heute nicht mehr unbedingt in die Kirche. Im ökumenischen Begegnungszentrum „La Rencontre“ in Vezelay im Burgund finden Menschen verschiedener Hintergründe Ruhe und Gemeinschaft.
mit Pfarrerin Agnes von Kirchbach (Frankreich)
Sonntag, 26. April: Nikolaikirche
- 10.00 Uhr Jubiläumsgottesdienst mit Festpredigerin Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz und Präsidentin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE)
Die evangelische Diaspora
„dazu einige Frauen” –
160 Jahre Frauenarbeit des GAW
Jahrbuch des Gustav-Adolf-Werks 2011
Das Jahrbuch 2011 war der Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit des GAW gewidmet. Es beleuchtete sowohl historische Aspekte als auch aktuelle Probleme und Situationen. Autorinnen aus Partnerkirchen berichteten über die Entwicklungen in ihrem Land und in ihrer Kirche, über die Frauenordination und die Rolle der Frau in der Gemeinde.
240 S., 3,50 EUR (D), ISBN 978-3-87593-111-2
Anfrage
Inge Rühl,
Vorsitzende der GAW-Frauenarbeit