Kuba

Partnerkirche des Gustav-Adolf-Werks

Signet der Kirche in Kuba

Presbyterianisch-Reformierte Kirche in Kuba

(Iglesia Presbiteriana-Reformada en Cuba - IPRC)
ca. 15 000 getaufte Gemeindeglieder, 33 Gemeinden und dazugehörige 22 Missionen in drei Kirchenkreisen (La Habana, Matanzas und Centro), 13 Pfarrerinnen und 15 Pfarrer

Generalsekretärin: Pfarrerin Dora Ester Arce Valentin
E-Mail: doritarce@gmail.com

Moderatorin: Pfarrerin Izett Samá
Tel.: 0053 52728620
E-Mail: izett7306@gmail.com

Internet: Facebookseite

Weitere Informationen zu Geschichte und Organisation der IPRC

Seit der Revolution 1959 ist Kuba ein sozialistischer Staat mit einem Einparteiensystem. Offizielle aktuelle Statistiken über Religionszugehörigkeit gibt es nicht. Nach der Revolution wurde Kuba ein atheistischer Staat. Erst 1992 wurde in der Verfassung der Begriff „atheistisch“ durch „laizistisch“ ersetzt.

Die ersten presbyterianischen Gemeinden in Kuba entstanden Ende des 19. bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts durch Missionare aus dem eigenen Land und aus den Südstaaten der USA. 1917 schlossen sich die Gemeinden zu einer gemeinsamen Synode zusammen, die bis in die 1960er Jahre Teil der Presbyterianischen Kirche in den USA war. Die kubanische Revolution unter Führung von Fidel Castro führte 1961 zur Verstaatlichung der kirchlichen Gebäude und Schulen. In den folgenden Jahren verlor die presbyterianische Kirche rund die Hälfte ihrer Pfarrer und Gemeindeglieder. 1967 wurde schließlich die selbstständige Presbyterianisch-Reformierte Kirche in Kuba gegründet. Eine vorsichtige Lockerung der Repressionen gegen die Kirchen begann in den 1980er Jahren, zahlreiche Einschränkungen galten jedoch weiter. In den 1990er Jahren geriet Kuba aufgrund der Auflösung der Sowjetunion in eine schwere Krise. 1991 hob die Kommunistische Partei Kubas das Verbot der Parteimitgliedschaft für Christen auf. Die Presbyterianisch-Reformierte Kirche finanziert sich hauptsächlich durch Spenden, vor allem aus den USA, und im geringen Maße von eigenen Spenden und Gemeindebeiträgen. Zur Presbyterianischen Kirche in den USA gibt es aus historischen Gründen starke Beziehungen. Weitere Kontakte bestehen nach Kanada, Südkorea und Deutschland, hier besonders zum Berliner Missionswerk und zur Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Die Presbyterianisch-Reformierte Kirche ist Mitglied in der Karibischen Konferenz der Kirchen (La Conferencia de Iglesias del Caribe – CCC), im Lateinamerikanischen Kirchenrat (Consejo latinoamericano de Iglesia – CLAI), der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen und im Ökumenischen Rat der Kirchen.