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Sorgen um die Zukunft in Venezuela
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Neues aus Westfalen
Neujahrsgrüße aus der Partnerkirche am La Plata
Ein Lichtblick der Hoffnung inmitten einer harten Realität, ein sicherer Ort, eine Offenbarung - überall dort, wo Menschen sich
füreinander öffnen, wo Gemeinschaft wächst, wo Hoffnung Raum bekommt, beginnt Gottes Zusage sich zu erfüllen. Unscheinbar und leise mancherorts, aber spürbar und kräftig, mit dem Potenzial zu wachsen wie das Kind in der Krippe.
Das Bild und die Gedanken dazu stammen aus der Evangelischen Kirche am La Plata, mit dem sowohl das Gustav-Adolf-Werk e. V. als auch die Evangelische Kirche von Westfalen partnerschaftlich verbunden sind.
"Siehe ich mache alles neu!" Das ist keine ferne Verheißung, sondern Realität: in jedem Lächeln, in jeder helfenden Hand, in jeder offenen Tür beginnt Gottes neue Welt, sagt Nicolás Rosenthal. Lesen Sie hier den vollständigen Text.
Das GAW Westfalen wünscht Ihnen ein segensreiches neues Jahr,
voller Lichtblicke, Hoffnung und zuversichtlichem Mitwirken!
Unterwegs mit dem Generalsekretär
Unser Vorstandsmitglied Pfr. Rainer Labie (im Bild links) besuchte mit einer kleinen Delegation um Generalsekretär Enno Haaks (im Bild rechts) Slowenien, Tschechien und Österreich. Anlass war die Einladung der slowenischen Partnerkirche zur Verabschiedung von Bischof Leon Novak und die Einführung seines Nachfolgers Aleksander Ernisa am 1. Advent. Eine Projektreise nach Slowenien ist nun in Planung.
Der Klick auf die Links führt zu den ausführlichen Berichten im Blog 'Glaube verbindet'.
Die Reise führte die vierköpfige Gruppe zunächst nach Teplice in Tschechien, wo im kommenden Jahr ein Projekt gefördert wird.
Von dort ging es weiter zum Gespräch mit Synodalsenior Pavel Pokorny und Eva Balcarova (Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder) in Prag.
Anschließend ging es nach Salzburg, um ein Projekt der Ev. Kirche A.B. zu besuchen. Hier hat sich das GAW an der Sanierung des Kirchendaches der Auferstehungskirche beteiligt. Über Hallstatt reiste die GAW-Delegation weiter nach Fresach zum Diözesanmuseum, wo die Unterstützung des GAW eine Dauerausstellung zur evangelischen Geschichte in Österreich ins rechte Licht rücken hilft. (s. Foto)
Am Samstag vor dem 1. Advent wurden drei Orte, bei den das GAW finanziell geholfen hat / bzw. noch weiter helfen wird: Im Dorf Selo half das GAW bei der Sanierung der Kirche. In Bodonci hat das GAW mehrere Projekte gefördert – in den vergangenen Jahren ebenfalls die Kirchensanierung. In Murska Sobota wurde ein mehrjähriges Projekt unterstützt, das auf seine Umsetzung wartet. Im Dezember wird hoffentlich die Baugenehmigung für das Diakoniezentrum erteilt, so dass im Frühjahr der Baustart losgehen kann. Das ist für die Diakonie der Kirche ein sehr wichtiges Projekt.
Enno Haaks zieht ein positives Fazit dieser ersten Reise, an der auch Mitglieder aus den GAW-Gruppen Bayern, Westfalen und aus dem Vorstand teilnehmen konnten: "Viele Eindrücke konnten wir mitnehmen. Es war eine lohnende Reise. Unsere Partner haben sich über die Besuche gefreut und sind dem GAW und allen Spender*innen dankbar für die Unterstützung."
Mitgliederversammlung 2025 in Fröndenberg
Mit einem Bittgottesdienst für den Frieden eröffnete das GAW Westfalen am Buß- und Bettag, 19. November 2025, in der
Stiftskirche in Fröndenberg/Ruhr seine diesjährige Mitgliederversammlung.
Der Gottesdienst wurde gestaltet von Pfarrer Bernd Langejürgen und Pfarrerin i. R. Annette Muhr-Nelson.
Dr. Karsten Schneider, Superintendent des gastgebenden Kirchenkreises Unna, predigte noch ganz unter dem Eindruck der Zerbrechlichkeit des Friedens, die er gerade erst während eines Partnerschaftsbesuchs in Tansania erlebt hatte. Das Land ist kein GAW-Partnerland, aber dass Menschen sich im Frieden wähnen und plötzlich in einer Diktatur aufwachen, sei weltweit eine Gefahr. Es gelte, den Frieden zu wecken. Der sei nicht tot, sondern schlafe, hieß es im Gottesdienst, an dem auch zahlreiche Gemeindeglieder teilnahmen.
Die Regularien der Mitgliederversammlung in Anschluss fielen zugunsten der dann folgenden Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Frieden ungewöhnlich kurz aus. Als besondere Gäste konnte der Vorsitzende Pfarrer Bernd Langejürgen den Präsidenten des Gustav-Adolf-Werks, Prälat i. R. Dr. Martin Dutzmann begrüßen sowie den Ökumenedezernenten der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. Albrecht Philipps. Beide freuen sich mit dem Vorstand, dass Pfarrer i. R. Rainer Labie als neuer Schriftführer und Hans-Ulrich Strothmann als neuer stellvertretender Vorsitzender gewonnen werden konnten und die Frauenarbeit durch die Pfarrerinnen i. R. Annette Muhr-Nelson und Kirsten Potz erkennbar Fahrt aufgenommen hat.
Im Bild von links: Dr. Karsten Schneider, Dr. Albrecht Philipps, Pfr. Bernd Langejürgen, Dr. Martin Dutzmann, Pfr.in i. R. Annette Muhr-Nelson
Gerechter Friede - wie geht das?
Vortrag und Diskussion mit GAW-Präsident Dutzmann und Pfarrer Burghardt aus Estland
Das Fragezeichen hinter dieser Überschrift hätte doppelt so dick ausfallen müssen, und auch nach der Veranstaltung mit zwei sehr unterschiedlichen Experten blieben mehr Fragen als Antworten. Denn die Thematik ist komplex und viele Gewissensfragen sind berührt. Zum Beurteilen der Berichterstattung in den Medien bekamen die Gäste aber fundierte Informationen und viele Kriterien an die Hand. Pfarrerin Annette Muhr-Nelson, Vorsitzende der Frauenarbeit und ehemalige Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen, moderierte die Veranstaltung.
Am Buß- und Bettag beleuchtete GAW-Präsident Dr. Martin Dutzmann auf Einladung des GAW Westfalen in Fröndenberg/Ruhr die neue Friedensdenkschrift der EKD. Sie rüttele nicht am Grundsatz „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“, den der Weltkirchenrat bei seiner Gründung 1948 unter dem Eindruck der Schrecken des 2. Weltkriegs formuliert hatte. Der Fall der Mauer, der Zerfall der Sowjetunion und das Ende des Kalten Krieges weckten große Hoffnungen auf Friedensdividende, doch bald schon entpuppten sich der internationale Terrorismus und neue Kriege als immer näher rückende Bedrohungen. Dutzmann, von 2008 – 2014 Militärbischof und von 2013 bis 2022 Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, hat sich intensiv mit den Friedensdenkschriften der EKD befasst. Er zog die Entwicklung von «Frieden wahren, fördern und erneuern» (1981) über «Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen» (2007) bis zur gegenwärtigen Denkschrift nach, die am 10. November 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Titel «Welt in Unordnung – gerechter Friede im Blick» zeige, dass zum einen die komplexe Realität gesehen werde, zum anderen der erstrebte Friede als Gottes Verheißung verstanden werde, deren Erfüllung letztlich nicht menschenmöglich ist. Der Schutz vor Gewalt stehe heute nicht mehr wie 2007 gleichberechtigt neben den drei anderen Kriterien, sondern genieße Vorrang, denn „ohne Schutz vor Gewalt können Freiheit und Gerechtigkeit nicht gedeihen.“ Welche Konsequenzen soll man nun aus diesen Grundsätzen ziehen? Es gebe etliche Fragen, so der Präsident, die auch die Denkschrift nicht löst. So die Frage der Atomwaffen. Grundsätzlich seien Massenvernichtungswaffen zu ächten. Doch politisch sei ihr Besitz derzeit notwendig, ihr Einsatz jedoch durch nichts zu rechtfertigen. Beim Wehrdienst sei das individuelle Freiheitsrecht vorrangig gegenüber der Pflicht zum Schutz des Gemeinwesens, aber nicht absolut. Der christliche Pazifismus werde in der Denkschrift auf die Gesinnungsethik des Einzelnen reduziert, kritisierte Dutzmann. Für ihn bleibe Gewaltlosigkeit jedoch als von Jesus geforderte Haltung Ziel und Orientierung für eine „Friedenstüchtigkeit“ der Gesellschaft, zu der Kirchen und Friedenswillige weltweit beitragen, indem sie in Konflikten vermitteln und Versöhnung ermöglichen.
Dutzmann bedauerte, dass fast nur über die Gewaltanwendung diskutiert wird, nicht aber über die anderen Kriterien eines gerechten Friedens: Freiheit, Beseitigung von Ungleichheit und Einsatz für friedensfördernde Pluralität.
Dass durch hybride Kriegsführung die Grenzen zwischen Krieg und Frieden verschwimmen und offene, demokratische Gesellschaften mit ihren langen und schwerfälligen Entscheidungswegen besonders gefährdet sind, machte anschließend der online zugeschaltete Matthias Burghardt mit seinem sehr lebendigen Bericht deutlich. Der gebürtige Ingelheimer wuchs in Niedersachsen auf, machte dort seinen Wehrdienst und studierte Theologie. Seit 2006 ist er Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinden in Estland. Seine Frau Anne ist Estin und ebenfalls Pfarrerin. In dem kleinen Land mit sowjetrussischer Vergangenheit sei die hybride Kriegsführung des aggressiven Nachbarn Russland nicht mehr ‚womöglich real‘ wie in Deutschland, sondern ‚tatsächlich real‘. Trotzdem bleibe die Bevölkerung gelassen angesichts der ständigen Drohnenflüge, Bombendrohungen, digitalen Störungen und der Verbreitung von Unwahrheiten durch russische Propaganda. Mit einem frontalen Angriff Russlands rechne er jedoch nicht. Die Russen setzten eher auf massive Verunsicherung. Diese zeige bei den beiden anderen baltischen Staaten und in Westeuropa stärkere Wirkung als in Estland, wo man sich sehr über den Beitritt der großen Nachbarn Schweden und Finnland zur Nato freue; zudem vertraue man den Behörden und wappne sich auch militärisch. Es gebe eine vergleichsweise starke Freiwilligen-Armee – in der Hoffnung, dass ihr Einsatz nie nötig sei. „Mein Traum vom Frieden ist, dass es zwischen Russen und Ukrainern, zwischen Russen und Esten eines Tages so wird, wie es heute zwischen Deutschen und Dänen oder Deutschen und Franzosen ist. Da war echter Friede in früheren Zeiten auch undenkbar“, fasste Burghardt seine Überlegungen zusammen. Dem konnten alle Teilnehmenden nur vollen Herzens zustimmen.
175 Jahre GAW-Frauenarbeit
Das Jubiläum wird vom 24. - 26. April 2026 in Leipzig gefeiert, mit Rückblick in die lange Geschichte der ältesten evangelischen Frauenarbeit in Deutschland, mit vielen Begegnungen mit Weggefährt*innen und mit Perspektiven auf unser weiteres Engagement. Wir in Westfalen planen eine gemeinsame Reise nach Leipzig mit einem attraktiven Programm zum Jubiläum, auch um das GAW und diese geschichtsträchtige und quirlige Stadt kennenzulernen.
Wir beginnen am Freitagabend mit der Motette in der Thomaskirche, mit dem Thomanerchor und einer Predigt des GAW-Präsidenten Dr. Martin Dutzmann, und einem festlichen Empfang im Anschluss. Abwechslungsreich, fröhlich und tiefgründig geht's am Samstag in der Peterskirche weiter: u. a. mit zwei Clowninnen, der Theologieprofessorin Johanna Haberer über Fort- oder Rückschritte beim Thema Frauenrechte weltweit und thematischen Salons mit Referentinnen aus den Partnerkirchen. Die Festpredigt im Jubiläumsgottesdienst am Sonntag in der Nikolaikirche hält Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz und Präsidentin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE).
Aus Westfalen reisen wir mit einer ganzen Gruppe an. Dafür ist keine Anmeldung mehr möglich, aber über die Zentrale in Leipzig sind weitere Anmeldungen möglich. Alle Informationen dazu gibt es hier.
Das GAW ist ...
Unser Logo, das weltumspannende Kreuz, steht für Verbundenheit mit evangelischen Kirchen im anders konfessionellen, andersreligiösen oder säkularen Umfeld. Es stärkt die evangelische Stimme in der weltweiten Ökumene und im Dialog mit den Partnerinnen und Partnern die eigene Identität. In der Überzeugung, dass materielles und geistliches Teilen zusammengehören, unterstützt es rund 50 evangelische Kirchen in 40 Ländern Europas, Lateinamerikas und Asiens.
Das GAW hilft beim Gemeindeaufbau und bei der Umsetzung sozialdiakonischer Projekte seiner Partnerkirchen, bei der Ausbildung von Theologinnen und Theologen sowie anderen kirchlichen Mitarbeitenden. Die Zentrale des GAW ist in Leipzig.
Konfigabe
Konfirmanden können mit ihrer Spende Gleichaltrige in anderen Ländern unterstützen.
Jahresprojekt der Frauenarbeit
Die Frauenarbeit widmet sich jedes Jahr speziellen Projekten, die im Besonderen Frauen, Kindern und Familien zugute kommen.
Blog: Glaube verbindet
Hier schreiben Enno Haaks, Pfarrer und Generalsekretär des GAW, sowie andere Mitarbeitende über Menschen, Gemeinden, Begegnungen, Projekte und alles, was noch mit unserer Diasporaarbeit zu tun hat.
GAW Westfalen unterstützt ...
... Kinder mit Behinderungen und ihre Familien im Reha-Zentrum Sternberg in Palästina. Das GAW hat dort keine Partnerkirche, aber enge Beziehungen zu diesem Projekt der Herrnhuter Missionshilfe und des Kirchenkreises Vlotho.
Foto © Herrnhuter Missionshilfe
Aus dem GAW und seinen Partnerkirchen
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