Unterwegs mit dem Generalsekretär

Unser Vorstandsmitglied Pfr. Rainer Labie (im Bild links) besuchte mit einer kleinen Delegation um Generalsekretär Enno Haaks (im Bild rechts)  Slowenien, Tschechien und Österreich. Anlass war die Einladung der slowenischen Partnerkirche zur Verabschiedung von Bischof Leon Novak und die Einführung seines Nachfolgers Aleksander Ernisa am 1. Advent. Eine Projektreise nach Slowenien ist nun in Planung.

Der Klick auf die Links führt zu den ausführlichen Berichten im Blog 'Glaube verbindet'.
Die Reise führte die vierköpfige Gruppe zunächst nach Teplice in Tschechien, wo im kommenden Jahr ein Projekt gefördert wird.
Von dort ging es weiter zum Gespräch mit Synodalsenior Pavel Pokorny und Eva Balcarova (Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder) in Prag.
Anschließend ging es nach Salzburg, um ein Projekt der Ev. Kirche A.B. zu besuchen. Hier hat sich das GAW an der Sanierung des Kirchendaches der Auferstehungskirche beteiligt. Über Hallstatt reiste die GAW-Delegation weiter nach Fresach zum Diözesanmuseum, wo die Unterstützung des GAW eine Dauerausstellung zur evangelischen Geschichte in  Österreich ins rechte Licht rücken hilft. (s. Foto)
Am Samstag vor dem 1. Advent wurden drei Orte, bei den das GAW finanziell geholfen hat / bzw. noch weiter helfen wird: Im Dorf Selo half das GAW bei der Sanierung der Kirche. In Bodonci hat das GAW mehrere Projekte gefördert – in den vergangenen Jahren ebenfalls die Kirchensanierung. In Murska Sobota wurde ein mehrjähriges Projekt unterstützt, das auf seine Umsetzung wartet. Im Dezember wird hoffentlich die Baugenehmigung für das Diakoniezentrum erteilt, so dass im Frühjahr der Baustart losgehen kann. Das ist für die Diakonie der Kirche ein sehr wichtiges Projekt.

Enno Haaks zieht ein positives Fazit dieser ersten Reise, an der auch Mitglieder aus den GAW-Gruppen Bayern, Westfalen und aus dem Vorstand teilnehmen konnten: "Viele Eindrücke konnten wir mitnehmen. Es war eine lohnende Reise. Unsere Partner haben sich über die Besuche gefreut und sind dem GAW und allen Spender*innen dankbar für die Unterstützung."

Mitgliederversammlung 2025 in Fröndenberg

Mit einem Bittgottesdienst für den Frieden eröffnete das GAW Westfalen am Buß- und Bettag, 19. November 2025, in der
Stiftskirche in Fröndenberg/Ruhr seine diesjährige Mitgliederversammlung.
Der Gottesdienst wurde gestaltet von Pfarrer Bernd Langejürgen und Pfarrerin i. R. Annette Muhr-Nelson.
Dr. Karsten Schneider, Superintendent des gastgebenden Kirchenkreises Unna, predigte noch ganz unter dem Eindruck der Zerbrechlichkeit des Friedens, die er gerade erst während eines Partnerschaftsbesuchs in Tansania erlebt hatte. Das Land ist kein GAW-Partnerland, aber dass Menschen sich im Frieden wähnen und plötzlich in einer Diktatur aufwachen, sei weltweit eine Gefahr. Es gelte, den Frieden zu wecken. Der sei nicht tot, sondern schlafe, hieß es im Gottesdienst, an dem auch zahlreiche Gemeindeglieder teilnahmen.

Die Regularien der Mitgliederversammlung in Anschluss fielen zugunsten der dann folgenden Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Frieden ungewöhnlich kurz aus. Als besondere Gäste konnte der Vorsitzende Pfarrer Bernd Langejürgen den Präsidenten des Gustav-Adolf-Werks, Prälat i. R. Dr. Martin Dutzmann begrüßen sowie den Ökumenedezernenten der Evangelischen Kirche von Westfalen, Dr. Albrecht Philipps. Beide freuen sich mit dem Vorstand, dass Pfarrer i. R. Rainer Labie als neuer Schriftführer und Hans-Ulrich Strothmann als neuer stellvertretender Vorsitzender gewonnen werden konnten und die Frauenarbeit durch die Pfarrerinnen i. R. Annette Muhr-Nelson und Kirsten Potz erkennbar Fahrt aufgenommen hat.
Im Bild von links: Dr. Karsten Schneider, Dr. Albrecht Philipps, Pfr. Bernd Langejürgen, Dr. Martin Dutzmann, Pfr.in i. R. Annette Muhr-Nelson

Gerechter Friede - wie geht das?

Vortrag und Diskussion mit GAW-Präsident Dutzmann und Pfarrer Burghardt aus Estland

Das Fragezeichen hinter dieser Überschrift hätte doppelt so dick ausfallen müssen, und auch nach der Veranstaltung mit zwei sehr unterschiedlichen Experten blieben mehr Fragen als Antworten. Denn die Thematik ist komplex und viele Gewissensfragen sind berührt. Zum Beurteilen der Berichterstattung in den Medien bekamen die Gäste aber fundierte Informationen und viele Kriterien an die Hand. Pfarrerin Annette Muhr-Nelson, Vorsitzende der Frauenarbeit und ehemalige Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen, moderierte die Veranstaltung.

Am Buß- und Bettag beleuchtete GAW-Präsident Dr. Martin Dutzmann auf Einladung des GAW Westfalen in Fröndenberg/Ruhr die neue Friedensdenkschrift der EKD. Sie rüttele nicht am Grundsatz „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“, den der Weltkirchenrat bei seiner Gründung 1948 unter dem Eindruck der Schrecken des 2. Weltkriegs formuliert hatte. Der Fall der Mauer, der Zerfall der Sowjetunion und das Ende des Kalten Krieges weckten große Hoffnungen auf Friedensdividende, doch bald schon entpuppten sich der internationale Terrorismus und neue Kriege als immer näher rückende Bedrohungen. Dutzmann, von 2008 – 2014 Militärbischof und von 2013 bis 2022 Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, hat sich intensiv mit den Friedensdenkschriften der EKD befasst. Er zog die Entwicklung von «Frieden wahren, fördern und erneuern» (1981) über «Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen» (2007) bis zur gegenwärtigen Denkschrift nach, die am 10. November 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der Titel «Welt in Unordnung – gerechter Friede im Blick» zeige, dass zum einen die komplexe Realität gesehen werde, zum anderen der erstrebte Friede als Gottes Verheißung verstanden werde, deren Erfüllung letztlich nicht menschenmöglich ist. Der Schutz vor Gewalt stehe heute nicht mehr wie 2007 gleichberechtigt neben den drei anderen Kriterien, sondern genieße Vorrang, denn „ohne Schutz vor Gewalt können Freiheit und Gerechtigkeit nicht gedeihen.“ Welche Konsequenzen soll man nun aus diesen Grundsätzen ziehen? Es gebe etliche Fragen, so der Präsident, die auch die Denkschrift nicht löst. So die Frage der Atomwaffen. Grundsätzlich seien Massenvernichtungswaffen zu ächten. Doch politisch sei ihr Besitz derzeit notwendig, ihr Einsatz jedoch durch nichts zu rechtfertigen. Beim Wehrdienst sei das individuelle Freiheitsrecht vorrangig gegenüber der Pflicht zum Schutz des Gemeinwesens, aber nicht absolut. Der christliche Pazifismus werde in der Denkschrift auf die Gesinnungsethik des Einzelnen reduziert, kritisierte Dutzmann. Für ihn bleibe Gewaltlosigkeit jedoch als von Jesus geforderte Haltung Ziel und Orientierung für eine „Friedenstüchtigkeit“ der Gesellschaft, zu der Kirchen und Friedenswillige weltweit beitragen, indem sie in Konflikten vermitteln und Versöhnung ermöglichen.
Dutzmann bedauerte, dass fast nur über die Gewaltanwendung diskutiert wird, nicht aber über die anderen Kriterien eines gerechten Friedens: Freiheit, Beseitigung von Ungleichheit und Einsatz für friedensfördernde Pluralität.

Dass durch hybride Kriegsführung die Grenzen zwischen Krieg und Frieden verschwimmen und offene, demokratische Gesellschaften mit ihren langen und schwerfälligen Entscheidungswegen besonders gefährdet sind, machte anschließend der online zugeschaltete Matthias Burghardt mit seinem sehr lebendigen Bericht deutlich. Der gebürtige Ingelheimer wuchs in Niedersachsen auf, machte dort seinen Wehrdienst und studierte Theologie. Seit 2006 ist er Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinden in Estland. Seine Frau Anne ist Estin und ebenfalls Pfarrerin. In dem kleinen Land mit sowjetrussischer Vergangenheit sei die hybride Kriegsführung des aggressiven Nachbarn Russland nicht mehr ‚womöglich real‘ wie in Deutschland, sondern ‚tatsächlich real‘. Trotzdem bleibe die Bevölkerung gelassen angesichts der ständigen Drohnenflüge, Bombendrohungen, digitalen Störungen und der Verbreitung von Unwahrheiten durch russische Propaganda. Mit einem frontalen Angriff Russlands rechne er jedoch nicht. Die Russen setzten eher auf massive Verunsicherung. Diese zeige bei den beiden anderen baltischen Staaten und in Westeuropa stärkere Wirkung als in Estland, wo man sich sehr über den Beitritt der großen Nachbarn Schweden und Finnland zur Nato freue; zudem vertraue man den Behörden und wappne sich auch militärisch. Es gebe eine vergleichsweise starke Freiwilligen-Armee – in der Hoffnung, dass ihr Einsatz nie nötig sei. „Mein Traum vom Frieden ist, dass es zwischen Russen und Ukrainern, zwischen Russen und Esten eines Tages so wird, wie es heute zwischen Deutschen und Dänen oder Deutschen und Franzosen ist. Da war echter Friede in früheren Zeiten auch undenkbar“, fasste Burghardt seine Überlegungen zusammen. Dem konnten alle Teilnehmenden nur vollen Herzens zustimmen.

Frauenmahl in Halle: Brot und Rosen! Her mit dem ganzen Leben!

Das erste Frauenmahl im Kirchenkreis Halle, am 2. Oktober 2025 in der St. Johanniskirche, Halle - schön war's!

Ein Abend voll Musik und Poesie, mit guten Gesprächen und gutem Essen, beeindruckenden Gästen und inspirierenden Gedanken rund um das, was lebensnotwendig ist: Brot und Rosen, Menschenwürde und Lebensfreude.

68 Frauen waren in die St. Johanniskirche gekommen. Schon früh war die Veranstaltung ausgebucht. Bei einem Drei-Gänge-Menü ging es in den Tischgesprächen nach anregenden Impulsen um das, was das Leben lebenswert und schön macht. Die Frauenschule Versmold und die Barber Angels Ostwestfalen sowie das Flüchtlingsprojekt Casa Base in Griechenland stellten ihre Arbeit vor.

Die gelungene Premiere eines Frauenmahls im Kirchenkreis Halle verdankt sich der Kooperation der Frauenarbeit des Gustav-Adolf-Werkes mit dem Kirchenkreis Halle und der Regionalstelle Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Gütersloh. Und vielen fleißigen Menschen, die das Ganze mit ihrer Unterstützung möglich gemacht haben! Bilder und mehr dazu und auf der Seite der Frauenarbeit!

Bundesweite GAW-Delegiertenversammlung 2025

Vom 21. bis 23. September 2025 fand die bundesweite Delegiertenversammlung in Rastede statt. 48 Delegierte aus 21 Hauptgruppen sowie den Frauengruppen der verschiedenen Landeskirchen waren zu Gast beim GAW Oldenburg und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg. Dabei trafen sie wichtige Entscheidungen für die künftige Arbeit des GAW. U. a. Zum Projektkatalog 2026: Welche Projekt werden im kommenden Jahr gefördert? Und zur Mitwirkung von jungen Leuten bis 32: Die Gruppe Junges GAW soll ihnen Möglichkeiten eröffnen, sich trotz ihrer mobilen Lebensphase aktiv für Diasporakirchen zu engagieren. Einstimmig wurden Klimaschutzziele verabschiedet.

Die beiden westfälischen Delegierten bringen aus der Versammlung eine gehörige Portion Aufbruchstimmung und Zuversicht mit. Der Vorsitzende Pfarrer Bernd Langejürgen hebt hervor: "Ich freue mich vor allem über die Aufnahme des Jungen GAW in das GAW-Gesamtwerk! Wir stellen uns damit zukunftsfähig auf und ermöglichen es jungen Interessierten, dass sie mit ihren Auslandserfahrungen gestalterisch im GAW tätig werden und mitentscheiden können." Als besonders aufschlussreich empfinden er und die Vorsitzende der Frauenarbeit im GAW Westfalen, Annette Muhr-Nelson, den dynamischen Vortrag zum Schwerpunktthema "Populismus und christliche Verantwortung". Dr. Harald Lamprecht, Beauftragter für Weltanschauungsfragen der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens, zeigte auf, wo Gefahren unter anderem aufgrund digitaler Einflussnahme in unserer Gesellschaft liegen. Insbesondere die computergenerierten (Schein-)Debatten der Rechten in den Sozialen Medien führten zur Verrohung und Missachtung der Menschlichkeit. Die Kirchen hätten aber auch Möglichkeiten, dagegen starke positive Narrative weiterzugeben, zum Beispiel von gelungener Integration von Geflüchteten.
Mehr zur Delegiertenversammlung weiter unten auf dieser Seite im Nachrichtenteil 

Delegiertenversammlung in Bad Driburg 22.-24.9.2024

Kinder, Krieg und Klima

Im Eröffnungsgottesdienst predigte Vizepräsident Ulf Schlüter über Identität durch Geburt und durch die Taufe: „In Christus sind wir eins, wie unterschiedlich wir auch nach Herkunft, Status und Lebensumständen sind.“ Das verpflichte zu solidarischem Handeln.

Die gastgebende Kirche lud anschließend zu einem leckeren vegetarischen Abendessen. Dazu gab es Impulsreferate zum Thema „Zusammenhalt in einer divergierenden Gesellschaft“.

Im Bild: GAW-Präsident Dr. Martin Dutzmann dankt EKvW-Vizepräsident Ulf Schlüter

 

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Bernd Langejürgen (oben Bild 1) sprach Merle Vokkert das Grußwort der Kirchenleitung (Bild 2). Sie erinnerte an die Unterstützung, die die westfälische Diaspora durch das GAW im 19. und 20. Jahrhundert erhalten hatte, und schlug den Bogen zu den aktuellen Herausforderungen für die Evangelische Kirche von Westfalen. Gerade wenn die Zahlen alles andere als ermutigend und die großen Volkskirchen auf dem Weg in die Minderheit seien, könne man hoffnungsvoll Kirche in der Gesellschaft sein. Genau das könne man von den kleinen evangelischen Kirchen in Süd- und Osteuropa, im Nahen Osten und in Lateinamerika lernen.

Synodalassessor Gunnar Wirth (Bild 3) servierte zur Vorspeise dann unter der Überschrift "Über das Leben im Schatten des Paderborner Doms" launig Informationen und Anekdoten über die Ökumene im Kirchenkreis Paderborn. Birgit Reiche (Bild 4) informierte über die Evangelische Frauenhilfe und die Beheimatung geflüchteter Frauen in Westfalen. Den Interreligiösen Dialog brachte Antje Lütkemeier am Beispiel des Projekts GlaubensGarten auf der Landesgartenschau in Bad Lippspringe ins Spiel. Und zum Schluss wurde die landeskirchliche Partnerschaft mit der Evangelische Kirche am La Plata und in Westfalen sichtbar: Christian Stephan, bis 2022 Pfarrer in seiner Heimat in Südamerika, jetzt Pfarrer in Versmold, und Luca Pals, der ein Freiwilliges Diakonisches Jahr in Argentinien verbrachte, wagten den Vergleich über evangelisches Leben hier und am La Plata. (Bild 5)

Der Abend war ein gelungener Auftakt zu einer inhaltsreichen Tagung, auf der Kinder, Krieg und Klima in den Blick genommen wurden. Dass bei so viel Krisen auch Hoffnung und Zusammenhalt spürbar waren, lag nicht zuletzt an den Gästen aus der Ukraine, Belarus, Polen und Tschechien. Schwerpunkt war ein nachdenklich machender Beitrag der Direktorin der Diakonie Polen, Wanda Falk, über die Kinder, deren Eltern als Arbeitsmigranten im Ausland arbeiten ("Eurowaisen"). Während bei uns die Versorgung alter und pflegebedürftiger Menschen ohne die sprichwörtliche "Polin für Oma" zusammenbräche, leiden die Kinder unter der Trennung; manche brechen die Schule ab und landen auf der Straße, viele nehmen psychisch Schaden.

Bewegend und ermutigend: Grußworte und Andachten aus Osteuropa

Kinder wollen einfach Kinder sein. Kein Projekt oder eine Person, die man als "Eurowaise" anspricht. Trotzdem brauchen sie Unterstützung, Bestärkung und neue Zuversicht, wenn die wichtigsten Bezugspersonen auf einmal weg sind, um im Ausland Geld zu verdienen. Was diese neue Situation für das Kind, aber auch für die Mutter bedeutet, davon berichteten den GAW-Delegierten Sohn Andrej und Mutter Magdalena am ersten Versammlungstag. Wanda Falk, Direktorin der Diakonie Polen, sprach von den Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft. In Osteuropa seien zwischen 500.000 und einer Million Kinder betroffen. Viele nehmen psychisch Schaden, brechen die Schule ab und verbringen ihre Tage auf der Straße. Die sie betreuenden Verwandten, meist die Großeltern, oder Nachbarn kommen an ihre Grenzen. Alte Menschen brauchen eigentlich selbst die Unterstützung der mittleren Generation. Die Diakonie Polen bietet mit Unterstützung des GAW psychosozialer Betreuung und Begleitung an.

Alexander Gross ist Synodenpräsident der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine und Pfarrer in Odessa, in Dörfern im Gebiet Odessa und in Smijiwka, wo die lutherische Kirche durch den russischen Beschuss zerstört worden ist. Er sprach über die Frustration, wenn alles, was er in 22 Dienstjahren gesagt und getan hat, nun so fruchtlos erscheint. „Aber wenn wir jetzt nicht säen, kann nichts wachsen.“ Also werde im Vertrauen auf den Heiligen Geist weiterhin gearbeitet und gepredigt, sagte er mit Bezug auf das Gleichnis vom Senfkorn. Sein Gastgeschenk - eine Patronenhülse, aus der Blüten in den Farben der Ukraine wachsen - drückt Hoffnung aus.

Wladimir Tatarnikov ist Pfarrer in Grodno. Er betreut auch einige andere kleine Gemeinden in Belarus. Die Kirche in Grodno ist das einzige historische lutherische Kirchgebäude im Land und ein kulturelles Zentrum.

Kristyna Pilecká ist die erste Pfarrerin der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Prag mit Tschechisch als Muttersprache. Sie hatte, wie einige andere Vorstandsmitglieder des GAW und Bernd Langejürgen, Kirsten Potz und Annette-Muhr-Nelson aus der Hauptgruppe Westfalen, am Morgen vor der Versammlung im Kirchenkreis Paderborn in den Gottesdiensten gepredigt.