Projekt des Monats Januar

Vier Jungen sitzen auf der Straße und spielen

Unterstützung für sozial benachteiligte Kinder und „Euro-Waisen“, Litauen

Pfarrer Mindaugas Kairys aus Jurbarkas kennt viele Fälle von „Euro-Waisen“ in Litauen: „Allein in meiner Gemeinde mit ca. 400 Mitgliedern arbeiten 30 Frauen als Pflegekräfte in Deutschland. Das ist auf der einen Seite gut für die Familien, denn hier gibt es kaum Arbeit. Andererseits geht es auf Kosten der Familien.“ Nicht alle Kinder verkraften die Abwesenheit von Eltern gut. Die Kirche versucht, Kindern aus solchen Familien Halt zu geben.

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Das GAW stiftet Gemeinschaft unter Schwestern und Brüdern

tl_files/bilder/Testimonials/bischof bohl 290.jpgDas Gustav-Adolf-Werk versteht sich als eine Dienstgemeinschaft in der Bezeugung des Evangeliums in Wort und Tat. Es verbindet Christinnen und Christen der evangelischen Konfession miteinander über trennende Grenzen hinweg. Es stiftet eine Gemeinschaft unter Schwestern und Brüdern, in der die Lasten geteilt werden. Der Vorrang der, wie Paulus im Galaterbrief (6,10) schreibt, Glaubensgenossen vor all den anderen, die einer guten Tat bedürftig sind, ist in unserer Welt wichtig. Dafür gibt es gute Gründe. Gerade angesichts der nahezu unüberschaubaren Vielfalt der Kulturen, der Konflikte und der Gefährdungen in der globalisierten Welt sollten wir das stärken, was uns und unsere Konfession unterscheidet von all den anderen; was unverwechselbar unser Eigenes ist. Respektvoll sehen wir in ökumenischem Geist auf die anderen und auf die Reichtümer des Glaubens, die sie bewahren. Wir suchen ihre Nähe.
Für unseren Teil wollen wir die evangelische Freiheit fröhlich und zuversichtlich bezeugen und stärken, denn aus ihr leben wir. Das Gustav-Adolf-Werk hilft uns mit seinem Dienst dabei.
Jochen Bohl
Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und
stellvertretender Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

Biografie von Theodor Zöckler erschienen

tl_files/bilder/Buecher/zoeckler kl.jpgErasmus Zöckler - Ihr sollt leben!

Theodor Zöckler: Gründer des einst größten Hilfswerks im Osten Europas

Ende des 19. Jahrhunderts macht sich der junge Theologie-Absolvent Theodor Zöckler auf nach Osteuropa. Sein Ziel: in Stanislau, Galizien, als Judenmissionar tätig zu werden. Doch es kommt anders: Ergriffen von dem Leid der vielen verwaisten und obdachlosen Kinder, gründet er ein evangelisches Kinderheim. Aus diesem Heim wächst im Laufe der Jahre das größte Hilfswerk im Osten Europas. Getragen von einem tiefen Glauben an Gott, kämpft Theodor mit seiner Frau und seinen Mitarbeitern gegen alle Probleme: Anfeindung und Unterdrückung, Geldmangel und Hungersnöte und nicht zuletzt Flucht und Vertreibung während der beiden Weltkriege.

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