Beratung und Therapie für benachteiligte Frauen in Portugal

Die Evangelisch-Presbyterianische Kirche in Portugal ist eine weiblich geprägte Kirche. Eine Mehrheit der Pfarrpersonen und drei Viertel der aktiven Gemeindeglieder sind Frauen. Unter ihnen sind auch zahlreiche Migrantinnen aus den ehemaligen portugiesischen Kolonien Angola, Mosambik, Kapverden und Brasilien. Die Kirche engagiert sich für die Bildung und Rechte von Frauen. Dabei hat sie besonders benachteiligte Frauen im Blick, unabhängig von ihrer Kirchenzugehörigkeit.
Pfarrerin Sandra Reis, Generalsekretärin der Kirche erzählt: „Durch unsere sozialen Einrichtungen und die diakonische Arbeit der Gemeinden erfahren wir immer wieder von Armut, häuslicher Gewalt, Missbrauch und Diskriminierung. Als Kirche wollen wir Menschen helfen, ihre schweren Lasten zu tragen.“ Deshalb will die Kirche ein neues Projekt starten, das benachteiligte Frauen stärkt und ihnen hilft, zum selbstbestimmten Leben zu finden.

So wie Marina geholfen werden konnte: Die ältere Frau aus Zentralportugal lebte über 30 Jahre mit einem Mann zusammen, der sie verachtete und misshandelte. Die örtliche Pfarrerin erfuhr von der Situation, schaltete Behörden und Gericht ein und ermöglichte Marina die Trennung von ihrem gewalttätigen Ehemann. Frauen, die Diskriminierung und Missbrauch erfahren haben, wird mit dem Projekt therapeutische Unterstützung angeboten.
Einzel- und Gruppentherapien nach dem Konzept der Integrativen Gemeinschaftstherapie sollen ihre emotionale Heilung fördern.
Zu dem Projekt gehört auch ein Mentoring-Programm für junge Frauen, die wenig Unterstützung von ihren Familien erhalten. Häufig haben die Mädchen trotz guter Leistungen in der Schule wenig Selbstbewusstsein. Manche Eltern erlauben ihren Töchtern nicht, zum Studium in eine entfernte Stadt zu ziehen. Die Kirche möchte die jungen Frauen bei ihrer Berufswahl beraten und ihnen materielle Ressourcen wie Stipendien, Nachhilfe, Laptops und Internetzugang zur Verfügung stellen. Für diese Beratungs- und Therapieangebote benötigt die Kirche Unterstützung.

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