Die Frauen in unseren Projekten in Brasilien zeigen uns: Gemeinsam sind wir stark. Müllsammlerinnen, Frauen aus Armutsvierteln oder auch Frauen in einer männlich geprägten Kirche schließen sich zusammen und geben sich gegenseitig Kraft. Sie sind Mutmacherinnen und Vorbilder auch für uns.
Wir bitten Sie herzlich um Ihre Spende für diese Arbeit!
In Brasiliens Megastädten sind es meist Frauen ohne formale Bildung, die unter gesundheitsschädlichen Bedingungen recycelbare Materialien sammeln und sortieren. Seit 2003 ist Müllsammeln als Beruf offiziell anerkannt. Viele Müllsammlerinnen schließen sich seitdem in Kooperativen zusammen, um ihre Situation zu verbessern. Die lutherische Diakoniestiftung FLD unterstützt 15 dieser Gruppen im Süden Brasiliens.
Das Jahresprojekt hilft der Kooperative in Porto Alegre unter anderem bei der Anschaffung von Transportwägen und einem Ballenheber für die schweren Müllsäcke mit 16.000 Euro..
Der größte Obst- und Gemüsemarkt der Region befindet sich im Armenviertel São José und hinterlässt täglich eine große Menge an essbaren Resten. Das Sozialzentrum Recon will in einem Pilotprojekt 25 Frauen, vor allem alleinerziehende Mütter mit geringem Einkommen, ausbilden, diese Lebensmittelreste zu verwerten. Das Projekt bestärkt die Frauen auch mental und stärkt ihre Gemeinschaft.
Das Jahresprojekt unterstützt das Kochprojekt mit 13.000 Euro.
IDie kirchliche Frauenhilfe OASE hat 23.000 Mitglieder in 1.100 Gruppen. Im Juni 2027 soll ein brasilienweites Treffen von Multiplikatorinnen zum Thema „Neue Familienmodelle“ stattfinden. Die Frauen in den Gemeinden haben sich das Thema gewünscht, weil sie in ihrem Familienalltag damit konfrontiert sind und es gesellschaftlich kontrovers diskutiert wird. Durch Vorträge und Workshops erhalten sie das Handwerkszeug, um die moderne Vielfalt von Familienformen in ihren Gemeinden zu thematisieren.
Das Jahresprojekt unterstützt Unterkunft, Verpflegung, Honorare und Materialien mit 11.000 Euro.
In der Stadt Joinville im Bundesstaat Santa Catarina gibt es in den Favelas Jardim Paraiso und Morro do Meio zwei Sozialprojekte für Kinder und Jugendliche. Auch deren Familien werden einbezogen und gestärkt. Besonders wichtig ist der neue Nähkurs für Mütter, in dem Frauen handwerkliche Fähigkeiten, wirtschaftliche Selbstständigkeit und Selbstvertrauen lernen. Für den Kurs sollen Nähmaschinen, sonstiger Werkstattbedarf und Stoffe besorgt werden.
Das Jahresprojekt unterstützt den Kurs mit 11.000 Euro.
Der Stadtteil Santo Afonso ist ein Armenviertel. In der Nähstube des Sozialzentrums Ação Encontro bekommen Frauen aus dem Viertel die Chance, sich ein Handwerk anzueignen, mit dem sie etwas eigenes Geld verdienen können. Das Besondere: Sie lernen Upcycling – die kreative Wiederverwertung von alten Materialien. Aus Stoffresten und alten Regenschirmen nähen sie beispielweise Taschen. Außerdem erfahren sie mehr über ihre Rechte und lernen Grundlagen im Unternehmertum.
Das Jahresprojekt unterstützt den Kurs mit 19.000 Euro.
Unsere Partnerkirche
-
Evangelische Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien
Neben den genannten Projekten unterstützt das Jahresprojekt 2026 ein Studienjahr in Leipzig für eine Theologiestudentin aus einer Partnerkirche und weitere sozialdiakonische und Frauenprojekte in den Partnerkirchen.
Wir brauchen 105 000 Euro, um diese Vorhaben zu ermöglichen.
Macht einander Mut!
Maria Tigura Cardoso – in unserem Titelbild zweite von rechts – ist 65 und hat ihr ganzes Leben Müll gesammelt und sortiert. „Ich lebte mitten in einer Mülldeponie und zog dort auch meine sieben Kinder groß“, erzählt sie.
Vor 17 Jahren gründete sie eine Vereinigung von Müllsammlerinnen, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen: „Die anderen glaubten zuerst nicht, dass wir aus eigener Kraft etwas ändern können“. Doch Maria ließ sich nicht entmutigen. Sie holte sich Rat bei Kolleginnen aus anderen Städten. Schließlich erreichten die Frauen, dass die Deponie geschlossen und eine neue Sortieranlage gebaut wurde. „Wir zeigen allen, was wir tun. Niemand soll auf uns herabsehen. Wir fühlen uns frei und sind stolz“, sagt Maria heute.
Die Würde und Stärke von Maria und den anderen Müllsammlerinnen beeindrucken mich. Sie zeigen eindrücklich: Es lohnt sich, gemeinsam für die Verbesserung der eigenen Lebenssituation zu kämpfen.
Das macht Mut.
Lassen Sie uns diese Frauen unterstützen!
Inge Rühl
Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit im GAW
Download
Materialheft zum Jahresprojekt Brasilien:
- Länderkunde
- Informationen zur Kirche
- Erzählungen von Pfarrerinnen
- Hintergrundberichte über die Projekte
- Vorschlag für die Gestaltung einer Andacht
- Vortrag
44 Seiten, kostenlos