Zwei Tagesstätten in Transkarpatien...
.... in Hetény („Elim“) und Mezővári („Nefelejcs“) bietet die Reformierte Kirche in Transkarpatien Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen einen warmen und geschützten Tagesaufenthalt. An fünf Tagen in der Woche, finden verschiedene Förder- und Unterrichtsangebote in Gruppen oder einzeln statt. Auch Jahresfeste werden gefeiert.
Die insgesamt 91 Kinder und Jugendlichen kommen aus insgesamt 30 Ortschaften in diese beiden Einrichtungen. Sie werden von zu Hause abgeholt und wieder zurückgebracht. Sie werden von 21 Fachkräften betreut, denen es gelingt eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Studierende der Sozialarbeit des Ferenc-Rákóczi-Hochschulzentrums in Beregszász absolvieren jedes Studienjahr einen Teil ihres Praktikums in den Einrichtungen.
Neben Brettspielen, Geschicklichkeitswettbewerben und Tischtennis haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, Fahrrad zu fahren, zu reiten, zu schaukeln, im Sommer im Sand zu spielen und im Winter zu rodeln. Außerdem helfen sie bei der Gartenarbeit, bei der Pflege des Hofes sowie beim Füttern der Tiere.
Die meisten Kinder und Jugendlichen stammen aus sozial benachteiligten Familien. Deshalb bemühen sich die Zentren, sie auch über die tägliche Betreuung hinaus zu unterstützen. Übrig gebliebenes Essen dürfen die Kinder mit nach Hause nehmen, um ihre Familien zu entlasten. Zu Weihnachten erhalten die Familien Lebensmittel- und Hygiene-Pakete, die von verschiedenen Unterstützern gespendet werden. Außerdem bekommen sie Schuhkartons mit Geschenken aus transkarpatischen Gemeinden sowie aus dem Ausland, insbesondere aus Ungarn.
Empathie, gegenseitiges Vertrauen und Hilfsbereitschaft sind dabei nicht nur Aufgaben der Mitarbeitenden, sondern auch Werte, die von allen Betreuten gelebt werden. Die Tagesstätten konnten ihre Arbeit auch während des Krieges weiterhin fortsetzen. Während der langen Stromausfälle sorgten Generatoren dafür, dass Heizung, Küchengeräte und Beleuchtung an allen Standorten weiterhin funktionierten.