Evangelischer Retter oder Kriegsverbrecher

Der schwedische König Gustav Adolf spielte im 30-jährigen Krieg eine entscheidende Rolle. In diesem Krieg stritten katholische und evangelische Fürsten und Herrscher an verschiedenen Stellen Mitteleuropas um die Vorherrschaft. Der Streit um die politische und die militärische Führung war zugleich ein Kampf um die vorherrschende Konfession. Beides ist nicht wirklich zu trennen. Der Schwedenkönig setzte sich für die protestantische Sache mit seinem Leben ein. Ohne sein Eingreifen wäre der Protestantismus möglicherweise verloren gewesen.
Heute ist Gustav-Adolfs Eingreifen umstritten. Er kämpfte mit den damals üblichen Mitteln wie Plünderung und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Alle damaligen Kriegsherren sind nach heutiger Vorstellung Kriegsverbrecher. Das Gustav-Adolf-Werk erinnert mit seinem Namen an den Kämpfer für den Protestantismus. Denn zur Gündungszeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es noch keine verbindlichen internationalen Verträge zum Schutz der Zivilbevölkerung oder zum Umgang mit Kriegsgefangenen.

Heinrich Bollandt - Gustav_II._Adolf von Schweden 1631
Historische Rolle
Bezug zur Diaspora
Gründungsmythos