Ungarn: Roma-Mission baut Brücken durch Musik und Begegnung
Die Diakonie der Reformierten Kirche setzt mit dem Projekt „Roma-Mission für Versöhnung und gemeinsamen Dienst“ ein starkes Zeichen für ein neues Miteinander zwischen der Roma-Community und der Mehrheitsgesellschaft. Es setzt der Ausgrenzung gemeinsame Aktivitäten entgegen und baut durch Musik, Begegnung und Bildung Vorurteile ab.
Die Kraft der Musik spielt dabei eine herausragende Rolle. In der „Roma-Arbeitsakademie“ werden junge Talente gezielt gefördert: 20 engagierte Teilnehmende durchlaufen intensive Trainings in musikalischer Gestaltung, Gruppenleitung und Tontechnik. Ihr Ziel ist es, eigene Bands zu gründen und als glaubwürdige Stimmen der Versöhnung in ihren Gemeinden zu wirken. Musik wird so zur gemeinsamen Sprache, die verbindet, wo Worte oft trennen.
Doch echte Veränderung braucht auch den direkten Dialog. Eine landesweite dreitägige Konferenz bringt bis zu 200 Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, um Räume für Austausch, neue Perspektiven und gegenseitiges Lernen zu schaffen. Damit dieser Wandel nachhaltig wirkt, setzt das Projekt zudem bei kirchlichen Führungskräften an: 50 reformierte Pastorinnen und Pastoren werden gezielt für die Lebensrealität und Kultur der Roma sensibilisiert und erwerben praktische Kompetenzen für eine offene, respektvolle Gemeindearbeit.
Mit einem Gesamtbudget von rund 32 500 Euro ist diese Initiative vergleichsweise klein – ihre Wirkung ist jedoch groß. Sie zeigt eindrücklich: Versöhnung ist möglich, wenn Menschen einander auf Augenhöhe begegnen.
#Roma #Diakonie #Bildung #Musik #Integration #Gemeinschaft
Wir wollen das Projekt mit 6 000 Euro fördern.
Partnerkirche: Reformierte Kirche in Ungarn