Ukraine: Stärkung von Frauen in Zeiten des Krieges

Foto: Szehljanik

Ein Projekt des Jahresprojekts der GAW-Frauenarbeit 2027

Die Region Transkarpatien ist bisher nur selten das Ziel russischer Drohnen- und Raketenangriffe gewesen. Trotzdem belastet der Krieg auch dort das Leben der Menschen schwer – nicht zuletzt durch den ständigen Luftalarm. Zudem hat die Region zahlreiche Binnengeflüchtete aus den Kampfgebieten aufgenommen. Der Krieg reißt Familien auseinander: Die Männer kämpfen an der Front, haben das Land verlassen oder verstecken sich vor Rekrutierungen. Frauen und Kinder haben Angst um ihre Väter, Ehemänner, Brüder und Söhne.

Trotz eigener Sorgen müssen Frauen die alleinige Verantwortung für Haus und Familie tragen. Die stellvertretende Vorsitzende der Frauenvereinigung der Reformierten Kirche in Transkarpatien, Kata Szehljanik, beschreibt die Situation eindringlich: „Alleinerziehende Frauen müssen wissen, wie man einen Stromgenerator startet und einen Wechselrichter an einer Solaranlage bedient. Sie müssen lernen, wie man mit Teenagern in ihrer rebellischen Phase umgeht und wie man sie aus einer digitalen Sucht herausholt.“

Um die psychisch stark geforderten Frauen zu unterstützen, plant die Frauenvereinigung ein umfassendes Angebot mit Treffen, Seminaren und Weiterbildungen. Ziel ist es, geschützte Räume für den Austausch zu schaffen. Unter Anleitung ausgebildeter Psychologinnen lernen die Frauen, mit Überlastung umzugehen und in Krisenzeiten auch auf sich zu achten. Bei Bedarf wird an weitergehende Therapien vermittelt. Als Begegnungsorte stehen die Gemeindehäuser, Schulen und Kindergärten der 108 reformierten Gemeinden zur Verfügung.

Darüber hinaus richtet sich das Programm an Kinder und Jugendliche. In Workshops an kirchlichen Schulen setzen sie sich mit drängenden Themen auseinander – darunter das Aufwachsen ohne Vater, der Umgang mit Ängsten, die Stärkung analoger Beziehungen und das Entwickeln von Zukunftsperspektiven in Zeiten der Unsicherheit. Die Frauenvereinigung bittet um Unterstützung für Fahrtkosten, Verpflegung sowie Honorare für die Referentinnen.

#Frauen #Jugend #Krieg #Therapie #Workshops

Wir wollen das Projekt mit 25 000 Euro fördern.

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