Ukraine: Erweiterung des Kinderheims in Welyka Dobron
(Konfirmandengabe 2027)
Im Dezember 1995 öffnete in Welyka Dobron (ungarisch: Nagydobrony) ein Kinderheim seine Türen. Es entstand zunächst für Mädchen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen – zu einer Zeit, als es in der Ukraine nur wenige Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen gab. Bereits im ersten Jahr stieg die Zahl der betreuten Kinder von 12 auf 40. Seit Beginn des Krieges hat sich die Zahl der Kinder und Jugendlichen im Heim mehr als verdoppelt. Heute leben dort 170 Mädchen und Jungen.
Der Krieg bringt viele Familien in der Ukraine jeden Tag an ihre Grenzen. Wenn Krankheit, Behinderung oder andere Schicksalsschläge hinzukommen, geraten manche Familien in Situationen, die sie allein nicht mehr bewältigen können. Das Kinderheim bietet deshalb längst nicht mehr nur Mädchen mit Behinderungen Schutz und Betreuung. Aufgenommen werden auch Jungen und Mädchen, die das Jugendamt aus ihren Familien nehmen muss, sowie Kinder, die aufgrund ihrer Not ausgesetzt wurden.
Das Kinderheim der Reformierten Kirche bemüht sich, allen die bestmögliche Förderung zukommen zu lassen. Derzeit besuchen die Kinder elf verschiedene Bildungseinrichtungen und nehmen an Kunst- und Sportangeboten teil. In den Ferien werden Ausflüge sowie Bibel-, Sport- und Musikwochen organisiert. „Wir besuchen regelmäßig kirchliche Veranstaltungen, und der Heimchor tritt häufig bei Gemeindeversammlungen auf“, berichtet Heimleiterin Andrea Katkó. Junge Erwachsene mit Behinderung erhalten über die Volljährigkeit hinaus ein sicheres Zuhause, da sie oft keinen anderen Zufluchtsort haben.
Obwohl das Heim seit seiner Eröffnung bereits zweimal erweitert wurde, reicht der Platz für die stark gewachsene Zahl der Kinder längst nicht mehr aus. In jedem Zimmer stehen bereits Zusatzbetten. Deshalb soll 2027/28 ein neuer Gebäudeflügel errichtet werden. „Diese Erweiterung würde es uns ermöglichen, den dringenden Bedarf an angemessener Betreuung für die stetig ankommenden, gefährdeten Kinder in unserer Einrichtung zu decken“, betont Heimleiterin Andrea Katkó.
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Wir wollen die Erweiterung des Kinderheims mit 30 000 Euro fördern.
Partnerkirche: Reformierte Kirche in Transkarpatien