Libanon und Syrien: Hilfe für notleidende Familien
Die beiden Nachbarländer Libanon und Syrien sind von mehreren, sich überlagernden Krisen gezeichnet. Die Lage hat sich durch die Gefechte zwischen Israel und der Hisbollah 2025/26 massiv verschärft. Dieser regionale Konflikt hat schwere Schäden an der Infrastruktur und der Wirtschaft hinterlassen. Besonders betroffen ist der Südlibanon: Ganze Dörfer wurden zerstört. Im Grenzdorf Alma Al Shaab, nur 500 Meter von der Grenze entfernt, mussten die Bewohner, die bereits Jahre zuvor als Binnenvertriebene gelebt hatten, nach ihrer Rückkehr erneut fliehen.
Die Notlage der Bevölkerung ist existenziell. Im Libanon grassiert die Arbeitslosigkeit, während die Lebenshaltungskosten extrem steigen. Hinzu kommt die prekäre Situation hunderter syrischer Geflüchteter, deren Kinder oft nicht einmal einen gesicherten Zugang zu Bildung haben. In Syrien ist das monatliche Durchschnittseinkommen so gering, dass die Menschen täglich ums Überleben kämpfen. Gleichzeitig steht das Gesundheitssystem vor dem Kollaps: Libanesische Krankenhäuser arbeiten nur noch mit halber Kapazität, da rund 40 % des medizinischen Personals das Land verlassen haben. Da medizinische Wirkstoffe fast vollständig importiert werden, sind Behandlungen für die Mehrheit unbezahlbar. Besonders Rentner ohne Versicherungsschutz, chronisch Kranke und Krebspatienten stehen vor dem Nichts.
In dieser verzweifelten Lage leistet die Evangelische Kirche in Syrien und im Libanon (NESSL) durch ihren diakonischen Dienst (CPS) und ihre Kirchengemeinden lebensnotwendige Hilfe. Sie organisiert für Geflüchtete Unterkünfte in Schulen und Kirchen, verteilt Hilfsgüter und leistet psychosoziale Begleitung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Bildungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Studierende, um deren Zukunft trotz Flucht und Armut zu sichern. „Unser Hauptziel ist es, den Familien beizustehen und das Leid, dem sie täglich ausgesetzt sind, so weit wie möglich zu lindern“, sagt Pastor Joseph Kassab, Generalsekretär der NESSL.
#Nothilfe #Flüchtlinge #Diakonie #Lebensmittelhilfe #Gesundheit #Krieg
Wir unterstützen diese Hilfe mit 15 000 Euro.
Partnerkirche: Evangelische Kirche in Syrien und im Libanon