Italien: Sanierung der Waldenserkirche in Pachino
Pachino ist eine rund 20 000 Einwohner zählende Kleinstadt im Süden Siziliens, die stark von der Landwirtschaft geprägt ist. Sie ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie eine kleine religiöse Minderheit die soziale und wirtschaftliche Entwicklung einer ganzen Region verändern kann. Anfang des 20. Jahrhunderts kam der engagierte Waldenserpfarrer Biagio Panascia nach Sizilien, der seinen Glauben mit konsequentem Einsatz für soziale Gerechtigkeit verband. Er sorgte sich um die arme und ausgebeutete Landbevölkerung, stärkte durch Bildungsangebote das Selbstbewusstsein der Bauern und gründete eine Landwirtschaftsbank für faire Kredite – was auch zu Spannungen mit Großgrundbesitzern führte.
Die Waldensergemeinde in Pachino setzt bis heute als evangelische Minderheit starke Akzente in einem überwiegend katholisch geprägten Umfeld. Als Diasporagemeinde erfüllt sie eine wichtige geistliche, soziale und kulturelle Funktion: Ihre Kirche ist nicht nur Ort für Gottesdienste, sondern ein zentraler Treffpunkt und Raum für soziale Projekte. Von Montag bis Freitag werden in den Räumlichkeiten jeden Nachmittag 70 Kinder und Jugendliche sowie ihre Familien betreut. Das 1965 eingeweihte Gebäude ist jedoch in einem baulich schlechten Zustand. Einige Räume mussten bereits aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.
Im Mittelpunkt der Sanierung stehen dringend notwendige Maßnahmen gegen Wassereintritt und Feuchtigkeit. Dazu zählen neue Überdachungen, Abdichtungen, Abflüsse und Fallrohre sowie ein atmungsaktiver Außenputz. Ohne eine zeitnahe Instandsetzung droht ein fortschreitender Verfall der Substanz, der die Nutzung der Kirche und die vielfältigen Hilfsangebote für die Menschen vor Ort zunehmend gefährdet.
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Wir wollen die Sanierung mit 40 000 Euro fördern.
Partnerkirche: Waldenserkirche in Italien