Deutschland: Treffpunkt Südcafé für alle in Leipzig

Kaffeezeremonie. Foto: Charlotte Sattler

Das Südcafé ist ein offener Begegnungsort der Kirchengemeinde im Leipziger Süden und seit über zehn Jahren ein fester Bestandteil des sozialen Miteinanders im Stadtteil. In den Räumen der Mensa des Evangelischen Schulzentrums kommen jeden Dienstag und Donnerstag rund 50 Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zusammen, um in geschützter Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen, Gemeinschaft zu erleben und Unterstützung zu erhalten. Der Ansatz ist bewusst niedrigschwellig: Jede und jeder kann ohne Anmeldung vorbeikommen, einen Kaffee trinken, Fragen stellen oder einfach Teil der Gruppe sein.

Im Miteinander verschwinden Zuschreibungen wie „Geflüchtete“ oder „Hilfesuchende“. Stattdessen entstehen Beziehungen, Freundschaften und gegenseitige Unterstützung. In Kooperation mit Partnern wie der Kirchlichen Erwerbsloseninitiative oder Arbeit und Leben e.V. erhalten Besucherinnen und Besucher praktische Beratung zu Alltagsthemen, Formularen oder beruflichen Perspektiven. Das Café bietet dazu Sprachpraxis, Übersetzungshilfen, Hausaufgabenbetreuung, Spielangebote für Kinder sowie regelmäßige Workshops zu Themen wie Arbeit, Wohnen oder Integration.

Für viele Familien ist das Café der erste Schritt in ein selbstbestimmtes Leben in Leipzig. Gleichzeitig fördert das Projekt bürgerschaftliches Engagement: Ehrenamtliche erweitern ihre interkulturelle Kompetenz, übernehmen Verantwortung und gestalten das soziale Leben im Stadtteil aktiv mit.

Um dieses Angebot langfristig zu sichern, benötigt das Projekt eine verlässliche Finanzierung. Mit der Unterstützung des GAW können die wöchentlichen Beratungen und Workshops fortgeführt sowie die Hausaufgabenhilfe und Spielangebote für Kinder gezielt ausgebaut werden.

#Integration #Begegnung #Flüchtlinge #Gemeinschaft

Wir wollen das Projekt mit 4 000 Euro fördern.

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