Aufruf für das Passionsopfer 2022

Wir unterstützen unsere Partnerkirchen bei der Flüchtlingshilfe im europäischen Grenzgebiet

Der Ausnahmezustand an der Grenze zwischen Polen und Belarus dauert an. Weiterhin versuchen Personengruppen von der belarussischen Seite mal heimlich, mal mit Gewalt, die polnische Grenze zu überqueren. Zugleich dürfen humanitäre Organisationen, Aktivisten, Mediziner und Anwälte die drei Kilometer breite Zone entlang der polnischen Grenze zu Belarus nicht betreten. Bei den sinkenden Temperaturen werden die Bedingungen für die Menschen an der Grenze immer schwieriger.

Polen

Trotz der Zutrittssperre hat die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen Wege gefunden, zu helfen. Dazu zählen Kooperationen mit der Stiftung „Die Rettung“, die sowohl an der Grenze zu Belarus tätig ist als auch Flüchtlingen hilft, die sich in Polen aufhalten, sowie eine Zusammenarbeit mit den evangelischen Seelsorgern des Grenzschutzes. Die Diakonie Polen konnte so 500 Hilfspakete an Menschen in der Grenznähe übergeben.

Hilfe erhalten auch Flüchtlinge in bewachten Zentren sowie in medizinischen Einrichtungen im Grenzgebiet. So haben Mitarbeitende der Diakonie Polen und der Kirche dem Krankenhaus in Hajnówka Sachspenden zukommen lassen. Das Krankenhaus liegt etwa 20 Kilometer von der polnisch-belarussischen Grenze entfernt. Seit einigen Monaten steigt die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Flüchtlingen und Migranten. Gleichzeitig nimmt die Zahl der COVID-19-Patienten im Krankenhaus zu, sodass die Situation äußerst schwierig ist. Zu den gespendeten Waren gehörten persönliche Schutzausrüstungen für den Pandemiefall (FFP2-Masken, medizinische Anzüge und Handschuhe) sowie Hilfsgüter wie Jogginghosen, T-Shirts, Unterwäsche, Socken, Besteck, Energieriegel und Säfte.

Die Diakonie der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ruft weiterhin zu Spenden für Flüchtlinge im Grenzgebiet auf. Gebraucht werden warme Kleidung von guter Qualität und Schuhe für Kinder und Erwachsene, Lebensmittel (z. B. Energieriegel), Hygieneartikel, Trinkwasserflaschen sowie Malsachen für Kinder.

Belarus

In Belarus spendeten die Gemeindeglieder in Hrodna/Grodno nach dem Gottesdienst warme Kleidung, Schuhe und Hygieneprodukte für Menschen, die an der belarussisch-polnischen Grenze ausharren. Weitere notwendige Sachen wurden gekauft. Am 18. November besuchte Pfarrer Wladimir Tatarnikow das provisorische Unterbringungszentrum an der belarussisch-polnischen Grenze, das vor wenigen Tagen eingerichtet worden war, gemeinsam mit einem Vertreter der katholischen Hilfsorganisation Caritas. Sie brachten Lebensmittelpakete für Kinder und Erwachsene, warme Kleidung und Hygieneprodukte mit. „Es ist uns sehr wichtig, Menschen zu helfen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden. Wir danken allen, die uns bisher dabei unterstützt haben, und sammeln weiterhin Spenden für neue Hilfslieferungen“, schreibt Pfarrer Tatarnikow.

 

Der Vorstand Hessen-Nassau ruft seine Mitglieder auf, insgesamt 3.000 Euro zu spenden.
Stichwort: Belarus

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Buchungstext: Belarus

Geben Sie bitte bei der Überweisung immer Ihre Anschrift mit an. Dann schicken wir Ihnen eine Spendenbescheinigung. Bei Mehrfachspenden zum Jahresende.
Da das GAW gemeinnützig arbeitet, können Sie die Spendenbescheinigung bei Ihrem Finanzamt einreichen und mindern damit Ihr zu versteuerndes Einkommen um den gespendeten Betrag. Bei Spenden bis 200 Euro reicht der Einzahlungsbeleg.