Venezuela: Erdbeben in Venezuela - GAW ruft zu Spenden für die Nothilfe auf
Acción Ecuménica und die Evangelisch-Lutherische Kirche begleiten Betroffene mit psychosozialer und medizinischer Hilfe
Nach den schweren Erdbeben, die Venezuela in der Nacht vom 24. auf den 25. Juni erschüttert haben, rufen das Gustav-Adolf-Werk (GAW) und seine Partner zu weiterer Unterstützung auf. Die unmittelbaren Rettungsarbeiten gehen vielerorts in eine Phase der humanitären Versorgung und der psychosozialen Begleitung über.
„Die Menschen sind sehr, sehr erschrocken“, berichtet Pfarrer Gerardo Hands, Kirchenpräsident der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Venezuela. „Aber Gott sei Dank ist in unseren Gemeinden alles in Ordnung.“ Die kirchlichen Gebäude der Lutherischen Kirche sind nach bisherigem Stand nur gering beschädigt. In Valencia wurde ein Altarfenster zerstört, das Kinderheim der Kirche und das Gemeindezentrum in Caracas blieben unversehrt.
Die Lage im Land bleibt dennoch dramatisch. Nach bisherigen Angaben wurden bereits mehr als 1.000 Todesopfer geborgen, zehntausende Menschen werden weiterhin vermisst. Zahlreiche Wohnhäuser, Krankenhäuser und öffentliche Gebäude sind zerstört oder schwer beschädigt. Viele Familien haben ihr Zuhause verloren und leben unter provisorischen Bedingungen. Der Zugang zu sauberem Wasser, Medikamenten und medizinischer Versorgung ist in vielen Regionen eingeschränkt. Da sich die Lage weiterhin dynamisch entwickelt, können sich diese Zahlen noch verändern.
Besonders schwer wiegt, dass das Erdbeben ein Land getroffen hat, das bereits seit Jahren unter einer tiefen wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Krise leidet. Das Gesundheitssystem ist geschwächt, viele Menschen leben in Armut und staatliche Strukturen sind nur eingeschränkt handlungsfähig. Internationale Organisationen weisen darauf hin, dass neben der akuten medizinischen Hilfe insbesondere psychosoziale Begleitung und die Versorgung besonders schutzbedürftiger Menschen in den kommenden Monaten entscheidend sein werden.
Die ökumenische Hilfsorganisation Acción Ecuménica (AECU) hat deshalb gemeinsam mit kirchlichen Partnern ein Hilfsprogramm gestartet. Es umfasst psychologische Erste Hilfe, die Begleitung von Menschen in Trauer und Krisensituationen, medizinische Grundversorgung, die Versorgung chronisch kranker Menschen mit Medikamenten sowie besondere Hilfen für Kinder, ältere Menschen, Schwangere, Menschen mit Behinderungen und andere besonders gefährdete Gruppen. Zugleich werden freiwillige Helferinnen und Helfer selbst begleitet und unterstützt, damit sie ihre wichtige Arbeit langfristig leisten können.
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Venezuela beteiligt sich an dieser Hilfe. Ihre Gemeinden sind Anlaufstellen für Menschen, die Trost, Orientierung und praktische Unterstützung suchen. Gemeinsam mit AECU und weiteren ökumenischen Partnern trägt sie dazu bei, dass Hilfe schnell und zuverlässig die Betroffenen erreicht.
Das Gustav-Adolf-Werk unterstützt seine langjährigen Partner unmittelbar. Die Evangelische Kirche im Rheinland stellt über das GAW eine Soforthilfe in Höhe von 10.000 Euro zur Verfügung, das GAW selbst stellt weitere 10.000 Euro bereit. Diese Mittel fließen direkt in die Arbeit von AECU und der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Venezuela.
Jetzt spenden!
Damit die Hilfe auch in den kommenden Wochen und Monaten fortgesetzt werden kann, bittet das Gustav-Adolf-Werk um Spenden.
Die Menschen benötigen nicht nur Nahrung, Wasser und Medikamente. Viele haben Angehörige verloren, ihre Häuser eingebüßt oder stehen vor einer ungewissen Zukunft. Psychologische Begleitung, medizinische Versorgung und die Stärkung der Gemeinden sind deshalb unverzichtbare Bestandteile der Hilfe.
Spendenkonto des Gustav-Adolf-Werks
IBAN: DE42 3506 0190 0000 4499 11
BIC: GENODED1DKD
KD-Bank
Stichwort: Nothilfe
Jede Spende hilft, damit Menschen in Venezuela nach dieser Katastrophe medizinische Versorgung, psychosoziale Begleitung und neue Hoffnung erfahren.