Ukraine: Schwere Sturmschäden an reformierten Kirchen in Transkarpatien
Ein schwerer Sturm hat Ende Juli weite Teile Transkarpatiens getroffen. Auch mehrere Kirchen der Reformierten Kirche in Transkarpatien wurden erheblich beschädigt. Bischof Sándor Zán Fábián bittet die Partnerkirchen um Unterstützung bei der Instandsetzung der Gebäude, nachdem die Kirchenleitung die Bestandsaufnahme der Schäden vorgenommen hat.
Innerhalb weniger Minuten richteten orkanartige Windböen und heftiger Hagel große Schäden an. Bäume wurden entwurzelt, Strommasten umgerissen und Dächer beschädigt. In manchen Orten erreichten die Hagelkörner die Größe von Eiern. Zahlreiche Privathäuser und öffentliche Gebäude wurden getroffen, landwirtschaftliche Flächen und Gewächshäuser zerstört. Nach ukrainischen Behördenangaben waren zeitweise mehr als 100 Ortschaften in Transkarpatien ganz oder teilweise ohne Strom.
Besonders betroffen sind mehrere reformierte Gemeinden im Raum Berehowe. In Oroszi und Bene wurden die Kirchen beschädigt. In Velyka Dobrony brach der Stern vom Kirchturm ab und hängt derzeit noch gefährlich am Turm. In Kisbegany riss der Sturm einen Teil des Kirchendaches auf. In Tiszaasvany konnten die Entwässerungssysteme die Wassermassen nicht aufnehmen; Wasser drang in die Kirche ein und durchfeuchtete die Wände. In Mezövari wurde die Dachkonstruktion beschädigt und der Stern auf dem Kirchturm verbogen.
„Der Sturm selbst dauerte nur wenige Sekunden. Seine Folgen werden uns jedoch noch länger beschäftigen“, berichtet Bischof Sándor Zán Fábián. Die Schäden treffen eine Region, deren Menschen bereits seit Jahren mit den Belastungen des Krieges leben. Das vom Krieg gebeutelte Land steht damit vor einer weiteren Herausforderung.
Die Reformierte Kirche hat inzwischen eine Sammlung für die Reparatur der betroffenen Kirchen gestartet. Gemeinsam mit den ukrainischen Behörden wird außerdem nach Möglichkeiten gesucht, den Menschen zu helfen, deren Häuser durch den Sturm beschädigt wurden.
Die Kirche möchte möglichst rasch mit den notwendigen Reparaturen beginnen. Deshalb wendet sich Bischof Zán Fábián auch an die internationalen Partner der Kirche wie das GAW mit der Bitte um Unterstützung.
„Kirchen sind gerade in schwierigen Zeiten wichtige Orte der Gemeinschaft und der Hoffnung. Deshalb möchten wir unseren Partnern in Transkarpatien auch bei der Bewältigung dieser zusätzlichen Belastung zur Seite stehen“, sagt GAW-Generalsekretär Enno Haaks.
Spendenkonto:
Gustav-Adolf-Werk e.V.
IBAN: DE42 3506 0190 0000 4499 11
BIC: GENODED1DKD (KD-Bank)
Stichwort: „Nothilfe“