Spanien: Neues ethisches Grundsatzpapier und neues Logo für die Evangelische Kirche

Unter dem biblischen Motto „...die Wahrheit wird euch frei machen“ (Joh 8,32) kam die Evangelische Kirche in Spanien (Iglesia Evangélica Española – IEE) vom 5. bis 8. Dezember 2025 in Barcelona zu ihrer 81. Generalsynode zusammen. Ein richtungsweisender Schwerpunkt der Synode war die Verabschiedung eines neuen ethischen Grundsatzpapiers. Darin formuliert die IEE ihr protestantisches Zeugnis zu drängenden Fragen der Gegenwart, von Klimagerechtigkeit und Wirtschaftsethik bis hin zum Umgang mit Technologie und Kolonialismus. Die Verabschiedung dieses Grundsatzpapiers bietet Raum für weitere theologische Vertiefung. Pastor Alfredo Abad, Kirchenpräsident der IEE, betonte, dass das Dokument nicht abgeschlossen ist, sondern für Aktualisierungen offen bleibt, um aus dem Evangelium heraus die Fragen unserer Zeit zu beantworten.

Nach fast zwei Jahrzehnten erneuerte die IEE zudem ihr Logo. Sie kehrt zu ihrem traditionellen Symbol des brennenden Dornbuschs in modernem Design zurück, um Kontinuität und Erneuerung zu signalisieren. Auf Initiative der Jugendorganisation Kairós bestärkte die Synode zudem die Beteiligung der Jugend in den kirchlichen Gremien. Beschlossen wurde eine feste Jugendquote für die Leitungsebene der Presbyterien.

Bei den Wahlen zur Ständigen Kommission, der Kirchenleitung der IEE, wurde Pastor Alfredo Abad in seinem Amt als Präsident bestätigt. Neu gewählt wurde Pastor Sergio Simino als erster Beisitzer.

Die IEE wurde 1869 von den kurz zuvor entstandenen kleinen evangelischen Gemeinden gegründet. Sie vereint methodistische sowie reformierte Traditionen und besteht heute aus 35 Gemeinden.

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