Libanon: Die Lage im Libanon eskaliert weiter dramatisch

Lebensmittelhilfe für Vertriebene in Beirut (Foto: GAW)

Allein in den letzten Tagen wurden bei massiven Angriffen über 250 Menschen getötet und mehr als 1.000 verletzt. Über eine Million Menschen sind inzwischen auf der Flucht. Dazu leben nach wie vor 1,2 Millionen geflüchtete Syrerinnen und Syrer im Land.

Im Libanon rief die Regierung einen nationalen Trauertag aus. Das öffentliche Leben steht weitgehend still. Viele Menschen trauern um ihre Angehörigen. Gleichzeitig zeigt sich, wie überfordert der libanesische Staat ist: Nach Jahren wirtschaftlicher und politischer Krisen kann er vielerorts nur noch begrenzt helfen. Öffentliche Strukturen funktionieren nur eingeschränkt. Organisationen wie die Partnerkirchen des GAW übernehmen oft Aufgaben, die eigentlich staatliche Verantwortung wären.

Mitten in dieser katastrophalen Situation leisten die armenisch-evangelischen Gemeinden sowie die Compassion Protestant Society (CPS) – der diakonische Arm der National Evangelical Synod of Syria and Lebanon (NESSL)  – als kleine Diasporakirchen mit Unterstützung ihrer Partner sehr viel, um in dieser humanitären Katastrophe die Not zu lindern:

  • Versorgung von Binnenvertriebenen mit Lebensmitteln, Wasser und Kleidung
  • Bereitstellung von Unterkünften und sicheren Gemeinschaftsräumen durch Öffnung ihrer Schulen und Kirchen
  • Gutscheine für Familien, damit sie selbstbestimmt das Nötigste kaufen können
  • Unterstützung von Studierenden, die durch die Zerstörung ihrer Häuser alles verloren haben
  • Psychosoziale Unterstützung für Kinder, die Gewalt und Verlust erleben

Ende Januar besuchten GAW-Präsident Martin Dutzmann und Generalsekretär Enno Haaks den Libanon und die Partner vor Ort. Sie nahmen teil an einem Gottesdienst im Süden Libanons in einem Dorf an der israelischen Grenze. Heute ist der Ort evakuiert. Ob das Pfarrhaus und die Kirche noch heil sind, weiß niemand. Und ob die Bewohner wieder zurückkehren können ist fraglich. Vor diesem Hintergrund wird noch einmal deutlich, wie wichtig eine Kenntnis vor Ort ist und wie notwendig es ist, die Partner zu kennen.

Das GAW wird in dieser Notsituation weiterhin den Partnern zur Seite stehen. Dabei sind wir auf Hilfe angewiesen:

Spendenkonto:

Gustav-Adolf-Werk e.V.
IBAN: DE42 3506 0190 0000 4499 11
BIC: GENODED1DKD (KD-Bank)

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