Kuba: Die Not im Land verschlechtert sich dramatisch
Stromausfälle gehören für viele Menschen in Kuba längst zum Alltag. Mehrmals täglich fällt das öffentliche Netz aus – oft stundenlang. Kühlschränke stehen still, Medikamente verderben, Handys lassen sich nicht laden. Kinder können ihre Hausaufgaben nicht machen, Gemeinderäume bleiben dunkel. Was für uns kaum vorstellbar ist, bestimmt dort das Leben ganzer Familien. Das alles gehörte in den letzten Jahren zum Alltag. Aktuell hat sich die Lage in Kuba dramatisch verschlechtert. Durch den Stopp der Öllieferungen – ausgelöst von den Vereinigte Staaten und verschärft durch den Wegfall von Lieferungen aus Venezuela – steckt Kuba in einer dramatischen Energiekrise. Es fehlt inzwischen an Strom, Treibstoff und Transportmöglichkeiten – mit gravierenden Folgen für Lebensmittelversorgung und Gesundheitswesen. Die US-Regierung will mit diesem Druck politische Zugeständnisse erzwingen, nimmt dabei aber massive humanitäre Schäden in Kauf. Wenn sich nichts ändert, wird vor allem die kubanische Bevölkerung weiter leiden.
Pfarrer Alison Infante von der 1. Presbyterianischen Gemeinde in Havanna beschreibt die Situation eindrücklich:
„Es ist derzeit sehr, sehr schwierig. Die Dinge verschlimmern sich. Der Mangel an Benzin und Diesel ist aktuell dramatisch. Auf dem illegalen Markt sind die Preise dafür in die Höhe geschnellt. Man kann das nicht bezahlen. Die Stromabschaltungen haben zugenommen in der letzten Zeit. Alle Produkte sind teurer geworden. Das Leben ist so schwer. Wir hoffen, dass es ein Wunder gibt – wenigstens eine Lösung, dass das kubanische Volk in Würde leben kann. Betet für uns. Wir tun das auch für euch.“
Neben Inflation, Treibstoffmangel und Versorgungsengpässen trifft vor allem die Energiekrise die Schwächsten. Wenn das Licht ausgeht, steht das Leben still.
Aktuell fördert das GAW die Installation von Solaranlage auf Kirchendächern. In Cardenas und Guanabacoa konnte schon zwei Anlage installiert werden.
Mit rund 3.000 Sonnenstunden im Jahr bietet Kuba ideale Voraussetzungen für Solarenergie. Evangelische Gemeinden werden unterstützt, Solarpanels auf Kirchen und Gemeindehäusern zu installieren. So entstehen verlässliche Orte mit Strom – unabhängig vom öffentlichen Netz. Kirchen werden damit zu Anlaufstellen für ganze Nachbarschaften – Orte der Stabilität inmitten der Krise.
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