Kolumbien: Ein schweres Erdbeben trifft den Westen des Landes

Nach dem schweresn Erdbeben in Kolumbien der Stärke 7,4, das am 10. August 2026 den Westen Kolumbiens erschütterte, gibt die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kolumbien (IELCO) eine erste Einschätzung zur Lage der Kirchgemeinden ab.

Bischof John Rojas (IELCO) erklärte in einem direkten Austausch, dass aus den lutherischen Gemeinden bislang keine Berichte über schwere Katastrophenfälle vorliegen:

„Vonseiten der IELCO haben wir bisher keinen Bericht über Katastrophenfälle unserer Gemeinden erhalten. Einige Häuser scheinen Schäden erlitten zu haben, die derzeit begutachtet werden. Eine unserer Mitarbeiterinnen ist möglicherweise betroffen; der Zustand des Wohngebäudes wird derzeit wegen Rissbildungen geprüft.“

Nachtrag 25.08.2026: Bei einer Sicherheitsüberprüfung wurden an drei Gebäuden der IELCO (der Kirche St. Pedro inklusive des Zimmers der Pfarrerin, dem Gebäude der Kirchenleitung der IELCO und dem Haus „La Gracia“) Risse festgestellt, die nun von Fachleuten genauer untersucht und behoben werden müssen.

Überblick zur Gesamtlage

Während in der Hauptstadt Bogotá keine nennenswerten Sach- oder Personenschäden verzeichnet wurden, ist die Situation in den betroffenen Provinzen und Städten nahe dem Epizentrum in San José del Palmar im Departamento Chocó dramatisch. Städte wie Pereira, Manizales, Cali sowie Städte in der Region Chocó melden schwere Infrastrukturschäden, eingestürzte Gebäude und Tragödien für zahlreiche Familien. Die Behörden melden landesweit bereits über 240 Todesopfer (Stand 12. August) und mehr als 2500 vermissten Menschen. Die Suche nach Überlebenden läuft. Inzwischen wurde der Notstand ausgerufen.

Die IELCO beobachtet die Entwicklung aufmerksam und befindet sich im kontinuierlichen Kontakt mit den lokalen Partnern und Gemeinden vor Ort. "Bitte betet für uns und unser Land. Es ist eine bittere Tragödie, dass erst Venezuela so schwer vom Erdbeben betroffen war und jetzt wir," sagt Bischof John Rojas. "Der Lutherische Weltbund hat ein Projekt in der Region Chocó des Epizentrums. Wir werden mit dem LWB kooperieren, um den Erdbebenopfern zur Seite zu stehen."

Spendenkonto:

Gustav-Adolf-Werk e.V.
IBAN: DE42 3506 0190 0000 4499 11
BIC: GENODED1DKD (KD-Bank)
Stichwort: „Nothilfe“

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