Kolumbien: 90 Jahre Evangelisch-Lutherische Kirche in Kolumbien (IELCO)
Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kolumbien (IELCO) feiert ihr 90-jähriges Bestehen. Am 31. Oktober und 1. November 2026 lädt sie in die Gemeinde „El Consolador“ in Sogamoso im Departamento Boyacá ein und blickt auf neun Jahrzehnte ihres Weges zurück.
Die Geschichte der IELCO beginnt 1936, als lutherischen Missionare aus Minnesota (USA) nach Kolumbien kamen. Ausgangspunkt ihrer Arbeit war Soatá in Boyacá.1982 konstituierte sich die IELCO als selbstständige nationale lutherische Kirche. Heute verbindet sie Verkündigung, Bildung und Diakonie und ist in verschiedenen Regionen Kolumbiens präsent.
Der Weg der IELCO war keineswegs einfach. Als protestantische Minderheitskirche erlebte die IELCO in ihren ersten Jahrzehnten auch religiöse Ausgrenzung. Zugleich wurde ihre Geschichte von der Gewaltgeschichte Kolumbiens geprägt. Der jahrzehntelange Bürgerkrieg führte dazu, dass Menschen ihre Dörfer verlassen mussten und in die Städte kamen. Die Kirche veränderte dadurch ihr Gesicht und wurde zunehmend zu einer urbanen und zugleich vielfältig vernetzten Kirche mit einer ausgeprägten Bildungsarbeit und diakonischer Verantwortung.
Das zeigt sich auch in der Gegenwart. Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien im August 2026 hat Bischof John Rojas die Gemeinden zu Gebet und Solidarität mit den betroffenen Menschen aufgerufen.
Das GAW begleitet die IELCO seit den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Das Jubiläumswochenende beginnt am 31. Oktober, dem Reformationstag, mit einem Konzert. Am 1. November findet der zentrale Festgottesdienst in der Gemeinde „El Consolador“ in Sogamoso, Boyacá, statt.
Bischof John Rojas, Bischof der IELCO, hat die Partnerkirchen weltweit eingeladen, dieses Jubiläum mitzufeiern.