Deutschland: Recherchepreis Osteuropa – Preisverleihung und Start für 2027 mit dem GAW

Am 4. November 2026 fand in der Katholischen Akademie in Berlin die diesjährige Preisverleihung des „Recherchepreises Osteuropa“ statt. Ausgezeichnet wurde ein gemeinsames Projekt der Journalistin Lucia Steinwender und der Fotografin Sanja Knežević über die Situation von Arbeiterinnen in der serbischen Autozulieferindustrie. Das Stipendium ermöglicht es den beiden Preisträgerinnen nachzugehen, inwiefern deutsche Unternehmen ihrer Verantwortung entlang der Lieferketten gerecht werden.

Ab dem kommenden Jahr ändert sich die Trägerschaft: Das Gustav-Adolf-Werk (GAW) löst die Aktion Hoffnung für Osteuropa ab und wird den Recherchepreis Osteuropa ab 2027 als neuer evangelischer Partner gemeinsam mit dem katholischen Hilfswerk RENOVABIS und dem europäischen Journalismus-Netzwerk n-ost ausschreiben.

GAW-Generalsekretär Pfarrer Enno Haaks betont: „Seit vielen Jahren setzen wir uns für die Unterstützung von Diasporagemeinden in Mittel-, Süd- und Osteuropa ein und freuen uns, nun auch die Berichterstattung über diese Region unterstützen zu können.“

„Unser Ziel ist es, Recherchen zu ermöglichen, die von Menschen erzählen, die sonst viel zu oft übersehen werden“, erläutert Hanno Gundert, Geschäftsführer von n-ost, die Zielsetzung des Preises. Der Preis ermöglicht zeit- und reiseintensive Sozialreportagen aus Mittel-, Südost- und Osteuropa mit Stipendien von bis zu 7 000 Euro, um Themen sichtbar zu machen, die in der westeuropäischen Berichterstattung oft zu kurz kommen.

Die Bewerbungsphase für den Recherchepreis Osteuropa 2027 ist ab sofort eröffnet. Journalistinnen und Journalisten können ihre Konzepte bis zum 15. Januar 2027 einreichen.

Weitere Infos zum Recherchepreis: https://recherchepreis-osteuropa.de/

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