Brasilien: Umzug des Stipendienfonds für Ivotí geplant
Zwischen 1984 und 1996 haben der Lutherische Weltbund und
mehrere Partner aus Deutschland, darunter das Gustav-Adolf-Werk, einen
Stipendienfonds für das Instituto de Educação IvotÍ aufgebaut. Das Institut, eine Bildungseinrichtung der
Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (EKLBB), ist wegen
ihrer qualitativ hochwertigen Ausbildung besonders unter ärmeren
Bevölkerungsschichten beliebt. Der in der Schweiz angesiedelte Fonds gewährte
von den Zinsen Stipendien an Kinder, für die ein Schulbesuch ohne diese
Unterstützung nicht möglich war. In den vergangenen Jahren konnte der Fonds
aufgrund der Zinsentwicklung kaum noch seine Zweckbestimmung erfüllen. Deshalb
sind die Vertreter des Schulträgers mit dem Vorschlag an die Partner
herangetreten, den Fonds nach Brasilien zu überführen. Dort ist die
wirtschaftliche Entwicklung gegenwärtig robust und es sind höhere Zinsen als in
Europa möglich. Die Kirchenleitung der EKLBB hat den Umzug des Stipendienfonds
ebenfalls befürwortet.
Am 23. März besuchte der Direktor der Schule, Ruben Werner Goldmeyer, das Gustav-Adolf-Werk in Leipzig. In einem Gespräch mit dem Generalsekretär des GAW, Pfarrer Enno Haaks, begründete er das Vorhaben, das notwendig ist, damit Jugendliche aus ärmeren Verhältnissen weiterhin ein Stipendium für die Schule in Ivotí erhalten können. Das GAW hat wie alle Mitbegründer des Fonds zu diesem Schritt sein Einverständnis gegeben.
Ruben Werner Goldmeyer, Direktor und Schulleiter in Ivotí (Foto:Pauska/GAW)