Beendigung der Partnerschaft mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kirgisistan

Am 11. Juni 2026 wurde die Partnerschaft der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kirgisistan in einem feierlichen Gottesdienst im Landeskirchenamt in Kassel beendet. Er war geprägt von Wehmut und Dankbarkeit für den gemeinsamen Weg der letzten 30 Jahre. Im Auftrag der EKKW wird das GAW die noch bis 2029 vorgesehene Unterstützung für die kirgisische Kirche verwalten. Im GAW-Hauptgruppenverband Kurhessen-Waldeck wird derzeit diskutiert, wie eine künftige Zusammenarbeit mit der lutherischen Kirche in Kirgisistan aussehen könnte, um die bestehenden Beziehungen weiter zu pflegen.

Laut EKKW ist diese Neuausrichtung und Neubewertung der Partnerschaftsarbeit Teil strategischer Planungen angesichts zu erwartender Finanzrückgänge. Partnerschaften sollen künftig stärker auf der Ebene der Kirchenkreise verankert werden. Mit Kirgisistan seien leider, unter anderem aus sprachlichen Gründen, keine Partnerschaften auf Kirchenkreis- oder Gemeindeebene entstanden.

Im Jahr 1996 hatte die EKD, aus Sorge um die wenigen in Kirgisistan verbliebenen Lutheraner, die EKKW gebeten, eine Partnerschaft mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kirgisistan aufzubauen. Das GAW Kurhessen-Waldeck e.V. hat als Diasporawerk der Landeskirche diese Kirchenpartnerschaft über all die Jahre mitgestaltet. Es zeigt sich erneut, dass das GAW mit seiner fast 200-jährigen Erfahrung in der Diaspora-Arbeit auch heute von den Landeskirchen dringend gebraucht wird.



Fotos: Enno Haaks
Zentrum Oekumene Frankfurt/Main Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

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