In vielen Städten Deutschlands gibt es eine Gustav-Adolf-Straße oder eine Gustav-Adolf-Kirchgemeinde, in einigen auch ein Gustav-Adolf-Werk.
Gustav Adolf? - Klingt ziemlich altmodisch. Und wer ist das überhaupt? - Gustav Adolf?! ...
 Ein alter Schwede kämpft für Minderheiten

Gustav II. Adolf war ein schwedischer König. Er wurde 1594 geboren und kämpfte im Dreißigjährigen Krieg an der Seite deutscher evangelischer Christen.

Vielleicht habt ihr das im Geschichtsunterricht schon besprochen: In jener Zeit waren die reformatorischen Ideen Martin Luthers noch nicht sehr alt und fanden eine wachsende Zahl von Anhängern. Es entstand ein Religionsstreit zwischen diesen Anhängern der Reformation und der großen römisch-katholischen Kirche, der in einem furchtbaren Krieg eskalierte. Man wollte den evangelischen Christen ihren Glauben verwehren, ihnen ihre Rechte und Freiheiten absprechen, und sie so gewaltsam in den Schoß der katholischen Kirche zurück zwingen. Die Heere der Evangelischen drohten zu unterliegen ... doch dann griff der Schwedenkönig Gustav II. Adolf in den Krieg ein. Nein, Gustav II. Adolf wollte nicht die römisch-katholische Kirche niederzwingen.

Er kämpfte jedoch dafür, dass evangelische Christen ihren Glauben leben durften - mit den gleichen Rechten und Freiheiten wie katholische Christen auch! Gustav II. Adolf setzte sich für eine Minderheit ein, wie auch wir das heute an vielen Stellen - mit anderen Mitteln zwar - tun.
 
 Menschenrechte der Evangelischen gerettet

Durch das erfolgreiche Eingreifen des schwedischen Königs in den Dreißigjährigen Krieg blieb den evangelischen Christen in Deutschland das Schicksal ihrer französischen und österreichischen Glaubensgenossen erspart: Gustav II. Adolf bewahrte sie davor, verfolgt und niedergemetzelt zu werden wie die Hugenotten in Frankreich, und man konnte die deutschen Evangelischen nicht in die Illegalität zwingen wie die Evangelischen damals in Österreich.

Man kann sagen: Ohne Gustav Adolf gäbe es heute wahrscheinlich keine große evangelische Kirche in unserem Land. Und eben aus diesem Grunde gibt es Gustav-Adolf-Straßen, Gustav-Adolf-Gemeinden, auch Gustav-Adolf-Kirchen und ein Gustav-Adolf-Werk, das evangelische Minderheitskirchen in aller Welt unterstützt.
Zum Seitenanfang   Zurück