Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (GAW)
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20. Februar 2006

An die Veranstalter der Fußballweltmeisterschaft 2006

 


Gustav-Adolf-Werk e. V., Diasporawerk des Evangelischen Kirche in Deutschland
Kommunique zur Zwangsprostitution anlässlich der Fußballweltmeisterschaft

Wir wünschen allen Verantwortlichen, dass die Fußballweltmeisterschaft gelingt und ein fröhliches Fest wird. Wir sehen allerdings auch die Kehrseite des Festes: den vermuteten Anstieg von Zwangsprostitution an den Austragungsorten der Spiele.

Das Gustav-Adolf-Werk ist eine kirchliche Organisation, die viele internationale, institutionelle und persönliche Kontakte zu kirchlichen Organisationen und Menschen hat.. Viele unserer Partnerkirchen sind in Osteuropa, in den Herkunftsländern der gehandelten Frauen.. Aus eigener Anschauung kennen wir die dortigen Lebensbedingungen. .
Die Frauenarbeit im Gustav-Adolf-Werk verurteilt die Zwangsprostitution als Menschenrechtsverletzung aufs Schärfste. Die Diskussion über Zwangsprostitution anlässlich der Weltmeisterschaft muss daher eine nachhaltige Bekämpfung dieses Verbrechens zur Folge haben. Nicht nur die Strafverfolgungsbehörden, sondern alle gesellschaftlichen Gruppen sind aufgerufen, dieses Verbrechen mit geeigneten Maßnahmen zu verhindern und zu bekämpfen und es nicht bei der Konstatierung zu belassen oder zu resignieren.

Wir bitten die Verantwortlichen für die Durchführung der Weltmeisterschaft, ihren Einfluss zur Unterstützung von Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen zu nutzen..

Wir wenden uns an die Verantwortlichen im Deutschen Fußballbund und in der FIFA mit der Bitte, den Einfluss des Sportes auf die Gesellschaft zu nutzen, um nach der Austragung der Fußballweltmeisterschaft zusammen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen daran zu arbeiten, dass Menschenhandel unterbunden und als Verbrechen strafrechtlich verfolgt wird.

Wir schließen uns dabei den Forderungen des Deutschen Frauenrates an und legen diese als Anlage bei.


Gustav-Adolf-Werk e.V.
hilft beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben in den Gemeinden, bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u.a.;
Hauptarbeitsgebiete Europa, Lateinamerika und Nordasien;
getragen von bundesweit 25 Hauptgruppen und 17 Frauengruppen; ältestes evangelisches Hilfswerk in Deutschland, gegründet 1832 in Leipzig.

 
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