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Gustav-Adolf-Werk e. V., Diasporawerk des Evangelischen
Kirche in Deutschland
Kommunique zur Zwangsprostitution anlässlich der Fußballweltmeisterschaft
Wir wünschen allen Verantwortlichen, dass die Fußballweltmeisterschaft
gelingt und ein fröhliches Fest wird. Wir sehen allerdings
auch die Kehrseite des Festes: den vermuteten Anstieg von Zwangsprostitution
an den Austragungsorten der Spiele.
Das Gustav-Adolf-Werk ist eine kirchliche Organisation, die viele
internationale, institutionelle und persönliche Kontakte zu
kirchlichen Organisationen und Menschen hat.. Viele unserer Partnerkirchen
sind in Osteuropa, in den Herkunftsländern der gehandelten
Frauen.. Aus eigener Anschauung kennen wir die dortigen Lebensbedingungen.
.
Die Frauenarbeit im Gustav-Adolf-Werk verurteilt die Zwangsprostitution
als Menschenrechtsverletzung aufs Schärfste. Die Diskussion
über Zwangsprostitution anlässlich der Weltmeisterschaft
muss daher eine nachhaltige Bekämpfung dieses Verbrechens zur
Folge haben. Nicht nur die Strafverfolgungsbehörden, sondern
alle gesellschaftlichen Gruppen sind aufgerufen, dieses Verbrechen
mit geeigneten Maßnahmen zu verhindern und zu bekämpfen
und es nicht bei der Konstatierung zu belassen oder zu resignieren.
Wir bitten die Verantwortlichen für die Durchführung
der Weltmeisterschaft, ihren Einfluss zur Unterstützung von
Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen zu nutzen..
Wir wenden uns an die Verantwortlichen im Deutschen Fußballbund
und in der FIFA mit der Bitte, den Einfluss des Sportes auf die
Gesellschaft zu nutzen, um nach der Austragung der Fußballweltmeisterschaft
zusammen mit anderen gesellschaftlichen Gruppen daran zu arbeiten,
dass Menschenhandel unterbunden und als Verbrechen strafrechtlich
verfolgt wird.
Wir schließen uns dabei den Forderungen des Deutschen Frauenrates
an und legen diese als Anlage bei.
Gustav-Adolf-Werk e.V.
hilft beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim
Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen
und missionarischen Aufgaben in den Gemeinden, bei der Aus- und
Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
u.a.;
Hauptarbeitsgebiete Europa, Lateinamerika und Nordasien;
getragen von bundesweit 25 Hauptgruppen und 17 Frauengruppen; ältestes
evangelisches Hilfswerk in Deutschland, gegründet 1832 in Leipzig.

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