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Rund 70 Historiker und Museumsleute aus 11 Ländern treffen
sich vom 27. April bis 3. Mai in Mitteldeutschland zu ihrem 17.
jährlich stattfindenden Kolloquium. Im Mittelpunkt der Tagung
stehen Exkursionen und wissenschaftliche Vorträge zur evangelischen
Museums- und Memorialkultur in Mitteldeutschland. So werden jeweils
ein Tag dem Luther- und dem Gustav-Adolf-Gedenken sowie den mitteldeutschen
evangelischen Domen gewidmet sein. Stationen des Treffens sind u.a.
Weißenfels, Merseburg, Zeitz und Naumburg. Am 2. und 3. Mai
führt eine Exkursion die Teilnehmer nach Meißen und Dresden.
Veranstaltet wird die diesjährige Tagung von der Reformierten
Kirche in Frankreich und der Gesellschaft für die Geschichte
des französischen Protestantismus (Frankreich) in Zusammenarbeit
mit dem Gustav-Adolf-Werk e.V., Diasporawerk der
Evangelischen Kirche in Deutschland (GAW).
Dr. Wilhelm Hüffmeier, Präsident des GAW und langjähriger
Sekretär der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa:
"Der Anschauungsunterricht, den protestantische Museen erteilen,
ist ein wesentliches Element zur Stärkung der protestantischen
Identität in Europa. Museen, die die Geschichte der Reformation
in verschiedenen europäischen Regionen dokumentieren, verdeutlichen
zum einen die Vielfalt des historisch gewachsenen Protestantismus.
Zum anderen zeugen sie von den gemeinsamen Wurzeln der evangelischen
Kirchen in den verschiedenen Ländern."
Die Reihe jährlicher Kolloquien wurde ursprünglich im
Jahre 1986 von Vertretern französischer protestantischer Museen
begründet. 1991 erfolgte die internationale Öffnung der
Tagung. Seitdem haben Treffen mit internationaler Beteiligung u.a.
im ungarischen Debrecen, im mährischen Telc und im französischen
Noyon stattgefunden. Anlass dafür, die Tagung im Jahre 2007
nach Mitteldeutschland zu holen, ist das 175-jährige Gründungsjubiläum,
dass das Gustav-Adolf-Werk als protestantisches Diasporawerk in
diesem Jahr begeht.
Gustav-Adolf-Werk e.V.
hilft beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim
Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen
und missionarischen Aufgaben in den Gemeinden, bei der Aus- und
Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
u.a.;
Hauptarbeitsgebiete Europa, Lateinamerika und Nordasien;
getragen von bundesweit 24 Hauptgruppen und 19 Frauengruppen;
ältestes evangelisches Hilfswerk in Deutschland, gegründet
1832 in Leipzig.
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