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Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland
(GAW)
Pistorisstraße 6, D-04229 Leipzig; Postfach 310763, 04211 Leipzig
Pressestelle: Tel. +49(0)341/490 62-18, Fax +49(0)341/490 62-66,
E-Mail: presse@gustav-adolf-werk.de, Internet: www.gustav-adolf-werk.de
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PRESSEMITTEILUNG
20. Februar 2006

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Frauenarbeit im
GAW verurteilt Zwangsprostitution

Kirchenvertreterinnen in den Herkuntsländern
der Prostitution sollen sensibilisiert werden
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Die Frauenarbeit im Gustav-Adolf-Werk e.V. Diasporawerk der
Evangelischen Kirche in Deutschland (GAW) hat bei ihrer Jahrestagung
vom 16.-18. Februar 2006 die Zwangsprostitution als Menschenrechtsverletzung
aufs Schärfste verurteilt. Durch ihre Kontakte nach Ost- und
Mitteleuropa ist die Frauenarbeit im GAW über die soziale und
wirtschaftliche Situation vieler jungen Frauen dort gut informiert,
die sich anwerben lassen, weil sie das Überleben ihrer Familie
sichern müssen.
Angesichts der rund 40 000 Zwangsprostituierten, die zur Fußball-WM
zusätzlich nach Deutschland geschleust werden, wendet sich die
Frauenarbeit im GAW in ei-nem Communiqué an kirchliche Stellen
in Deutschland sowie die Regionalgruppen des GAW mit der Bitte, "sich
über Zwangsprostitution zu informieren und bei ihren Besuchen
und Kontakten bei den Partnerkirchen in Polen, Bulgarien, Tschechien,
Rumänien, den baltischen Staaten, Russland, der Ukraine etc.
die Gefahr anzu-sprechen, die mit einem vermeintlichen Arbeitsplatz
in Deutschland verbunden sein kann. Wir bitten die Kirchen vor Ort,
sich diesen Fragestellungen zu öffnen und nach Wegen der Bewusstseinsbildung
zu suchen."
Die Fragestellungen von Prostitution und Zwangsprostitution sind in
den Her-kunftsländern oft tabuisiert. "Gemeinsam in der
Solidarität von Frauen und zu-sammen mit den Verantwortlichen
in den Kirchen wollen wir um Menschlichkeit und für Achtung und
Respekt auch für die Frauen kämpfen, die ihre Gewalterfah-rungen
verschweigen müssen."
Auch die Verantwortlichen für die Durchführung der Weltmeisterschaft
sollten ih-ren Einfluss zur Unterstützung von Aufklärungs-
und Sensibilisierungskampagnen nutzen. Die Diskussion über Zwangsprostitution
anlässlich der Weltmeisterschaft müsse eine nachhaltige
Bekämpfung dieses Verbrechens zur Folge haben.
In dem Communiqué fordert die Frauenarbeit im GAW ausdrücklich
auch die Freier auf, Hilfe zu holen, wenn sie einer Frau begegnen,
die von Menschenhandel betrof-fen sein könnte, und weist als
Infoquelle auf die Hotline des Diakonischen Werkes ein, die in Kürze
eingerichtet wird.
Der Text des Communiqué kann telefonisch unter 0341/490 62
15 bzw. E-Mail: verlag@gustav-adolf-werk.de angefordert werden.
Gustav-Adolf-Werk e.V.
hilft beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim
Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen
und missionarischen Aufgaben in den Gemeinden, bei der Aus- und
Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
u.a.;
Hauptarbeitsgebiete Europa, Lateinamerika und Nordasien;
getragen von bundesweit 25 Hauptgruppen und 17 Frauengruppen;
ältestes evangelisches Hilfswerk in Deutschland, gegründet
1832 in Leipzig.

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