
Seit mehr als vierzig Jahren schwelt beständig und fast unbeachtet von der Welt ein Bürgerkrieg in Kolumbien. Entführungen, Verschleppungen und Verbrechen an der Zivilbevölkerung sind an der Tagesordnung. Mehr als zwei Millionen Menschen sind auf der Flucht oder leben in Flüchtlingslagern. Der evangelische Pfarrer Israel Martinez und seine Gemeinde haben sich der Bürgerkriegsflüchtlinge um Bucaramanga angenommen und eine auch international anerkannte Flüchtlingsarbeit aufgebaut. In den Flüchtlingsvierteln ist Israel Martinez bekannt, sogar in solchen, in die er selbst nie einen Fuß gesetzt hat. Er organisiert Hilfe für die Flüchtlinge: Lebensmittel, Schulstipendien, ärztliche Versorgung ... In vielen Flüchtlingsvierteln haben er und seine Mitstreiter kleine Filialgemeinden gegründet, in denen Menschen in Not Zuspruch und praktische Hilfe erfahren.
Auflagen des kolumbianischen Staates bedrohen nun den Versammlungsort der evangelischen Gemeinde Bucaramanga, der sich in einer Garage befindet. Bisher konnte staatlichen Auflagen mit immer wieder neuen und kleineren Umbauten Genüge getan werden. Doch jetzt kann die Gemeinde eine Schließung der „Garagenkirche“ nur durch einen umfassenden Um- und Neubau abwenden. Allein können die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kolumbien und die Gemeinde in Bucaramanga dieses Projekt nicht finanzieren und haben beim Gustav-Adolf-Werk um Unterstützung gebeten. Insgesamt 30 000 Euro benötigt die Gemeinde noch, um den Um- und Neubau beenden zu können. Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Pfarrer Israel Martinez mit kolumbianischen Flüchtlingen. Foto: Just