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Presseberichte und Pressemitteilungen

Erdbeben in Chile: 10.000 Euro Soforthilfe vom GAW Mehr...

KOLLEKTENABKÜNDIGUNG


Evangelische Gemeinden in Chile von schwerem Erdbeben betroffen
Gustav-Adolf-Werk bittet um Spenden / Generalsekretär Enno
Haaks: Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei den
Menschen in Chile! Mehr
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Berichte
in der deutsch-chilenischen Wochenzeitung "Condor"
Augenzeugenberichte

Das Ausmaß der Schäden wird sichtbar: Aktueller
Lagebericht aus Concepcíon und der Umgebung von Pastor
Eduardo, Martin-Luther-Gemeinde Mehr
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Weitere Augenzeugenberichte
Fotos
Bilder
von Santiago de Chile
Bilder
vom Küstenstreifen bei Concepción
Fotos
von Andreas Valda aus Chile
Augenzeugenbericht
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Ein Brief des Pastors der
Martin-Luther-Gemeinde in Concepción, in dem er die Situation
der evangelischen Gemeinden in und um Concepción schildert
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Gott sei Dank, ist niemand aus unseren
Gemeinden hier in Concepción ums Leben gekommen. Besonders
die Menschen der Martin-Luther-Gemeinde haben viel Glück gehabt
mit ihren Häusern und Wohnungen. Die meisten davon waren etwas
ältere Gebäude aus den 50er Jahren, die sich noch nach
den traditionalen Baubestimmungen errichtet worden sind und daher
gut standgehalten haben. Ebenfalls gab es niemanden, der in ganz
neue Wohnungen eingezogen ist, die dann auch schwere Schäden
erlitten haben und demnächst abgerissen werden müssen.
In den meisten Fällen sind nur Teller, Tassen und andere Alltagsdinge
kaputtgegangen. Einige Familien haben zeitweise Herberge in Camping-Zelten
in Parks und auf anderen Plätzen der Stadt - wie zum Beispiel
Pastor Oscar Sanhueza mit seiner Familie - oder bei Freunden gesucht,
bis sie sich sicher waren, dass ihre Häuser nicht einsturzgefährdet
sind und sie wieder Vertrauen zu schöpfen vermochten.
[...]
Mit den Kirchengebäuden schaut es recht verschieden aus. Der
Gemeinderaum der Sankt -Petrus-Gemeinde in Coronel ist zusammengebrochen,
weil die Brandmauer des Nachbars nicht aus Beton sondern lediglich
aus Ziegelsteine bestanden hat und auf den Gemeindebau gestürzt
ist. Dazu sind im Pfarrbüro einige Wandstücke gefallen,
wodurch der Raum zur Zeit nicht gebraucht werden kann. Pastor Oscar
und Pastor Carlos berichteten, Gott sei Dank, lediglich von wenigen
Schäden an den Pfarrhäusern: einige Fensterschienen sind
schräg und der Fußboden zeigt einige Risse, was aber
im Concepcióner Winter verhängnisvoll werden kann und
daher nicht zu unterschätzen ist. In der Martin-Luther-Gemeinde
hat die Kirche den Erdstößen relativ gut standgehalten.
An den vier Ecken des Kirchenschiffes sind Risse am Putz entstanden.
Über den Altarbogen sind auch weitere Risse zu sehen. Laut
der ersten fachlichen Begutachtung müssten sie kein großes
Risiko bedeuten. Allerdings vermögen wir dem fachlichen Spruch
noch nicht ganz zu vertrauen und haben immer noch ein bisschen Angst,
dass die Ziegelsteine bei einem Nachbeben doch über die Abendmahlgemeinde
fallen könnten. Im Falle vom Pfarrhaus gab es kaum Schäden
an der Struktur. Nur ein Wandriss im Pfarrbüro hat sich vertieft,
ein Fenster war kaputt und die Dachziegel sollten sich wohl etwas
verschoben haben. Durch ihre altersbedingte Brüchigkeit, jedoch,
sind sie schwer wieder an ihren Platz zu verrücken. In der
Sankt-Paulus-Gemeinde in Hualpén, soll die Kirche nur wenig
Schaden erlitten haben, da der Bau hauptsächlich aus Holz bestand
und durch die Flexibilität des Materials die Erschütterung
besser vertragen hat. Nur die Ummauerung hat einige Stücke
verloren. Die neue Kirche in Chiguayante hat glücklicherweise
keinen Schaden erlitten.
Unsere sozialdiakonischen Projekte zeigen ein etwas tristeren Bild
als unsere Gemeinden. Die meisten Familien haben kleine und große
Hausratverluste erlitten, ihre Häuser haben verschiedene Bauschäden
davongetragen. Auch wenn das neue Gebäude vom Zentrum Agüita
de la Perdiz das Erdbeben größtenteils recht gut überstanden
hat, ist die Nordmauer des dritten Stockwerks in der Mitte senkrecht
gebrochen, da dieses Geschoss im letzten Bauzug und mit wenigen
Mitteln erstellt worden war. Im Frauenzentrum von Boca Sur ist eine
ganze Mauer scheinbar gestürzt und die Nachbarn und die Mitglieder
der kleinen Gemeinde dort mussten das Haus vor Plünderungen
schützen.
Den vollständigen Brief können sie hier
lesen.
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| Pressemitteilungen
Erdbeben in Chile:
10.000 Euro Soforthilfe vom Gustav-Adolf-Werk e.V. (GAW)
Ökumenisches Nothilfeteam in Chile gegründet / Evangelische
Gemeinden im Raum Concepción schwer vom Erdbeben betroffen
(Leipzig, 2. März 2010) Das Gustav-Adolf-Werk e.V. (GAW)
stellt 10.000 Euro Soforthilfe für die vom Erdbeben betroffenen
evangelischen Gemeinden in Chile zur Verfügung. Enno Haaks,
Generalsekretär des GAW: "Mit diesem Geld soll vor allem
die kirchliche Infrastruktur wieder aufgebaut werden. Die sozialen
Einrichtungen und Kirchen unserer Partnergemeinden müssen
funktionieren, damit das Leben weiter gehen kann und die Gemeinden
ihre diakonische und seelsorgerliche Arbeit wieder aufnehmen können."
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eingestürztes Haus
im Armenviertel |
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In Chile ist derweil ein ökumenisches Nothilfeteam gegründet
worden, dass die Bestandsaufnahme und Hilfe für zerstörte
kirchliche Einrichtungen im Erdbebengebiet koordinieren soll.
Mit zu diesem Team gehört u.a. die Evangelisch-Lutherische
Kirche in Chile, Partnerkirche des GAW.
Heute, am 2. März 2010, sollten vier Vertreter des Nothilfeteams,
darunter Gloria Rojas, Kirchenpräsidentin der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Chile nach Concepción und Umgebung aufbrechen,
um festzustellen, welche Gemeinden in welchem Ausmaß konkret
vom Beben betroffen sind. Geplant war auch, erste kirchliche Hilfsgüter
in diese Region zu bringen. Die Reise wurde aufgrund der äußerst
unsicheren Lage kurzfristig abgesagt und auf die kommende Woche
verschoben. Gloria Rojas: "Es gibt überall gewaltsame
Ausschreitungen, Überfälle, Plünderungen. Selbst
der Weg nach Concepción ist nicht sicher. Die Menschen
rauben, weil sie Hunger haben und Wasser brauchen." Die chilenische
Regierung hatte bereits den Notstand für die betroffenen
Regionen erklärt und Ausgangsperren verhängt.
Inzwischen haben das GAW Nachrichten von Pastoren
aus Concepción und Umgebung erreicht.
Pastor Héctor Carillo, ehemals Pfarrer in Coronel
bei Concepción: "Alicia hat mir per Handy mitgeteilt,
dass sie alles verloren haben. Im Pfarrhaus in Coronel ist die
Decke eingestürzt. Es gibt kein Wasser, kein Licht. Alle
haben Angst vor Überfällen und Einbrüchen. Es gibt
keine Lebensmittel mehr. Der Supermarkt wurde ausgeraubt und angezündet.
Alicia schläft mit den Kindern draußen. Die Leute haben
sich aus Angst vor dem Meer auf die Hügel zurückgezogen.
Coronel ist isoliert. Nicht einmal die Sicherheitskräfte
wagen sich noch dorthin."
Oscar Sanhueza, Pfarrer in Concepción, berichtet, dass
die Situation chaotisch ist: "Ein Großteil der Stadt
ist zerstört. In Chiguayante haben einige Familien Zuflucht
in der Kirche gefunden. Sie haben alles verloren. Wie es in Hualpen
aussieht, weiß ich noch nicht. Dort ist der Tsunami drübergegangen.
Ich schlafe draußen, meine Wohnung ist komplett zerstört.
Es beginnt zu regnen. Nach Coronel ist kein Durchkommen. Es gibt
kein Wasser und kein Benzin."
Inzwischen hat die Evangelisch-Lutherische Kirche die Schäden
an ihren Einrichtungen in der Hauptstadt Santiago de Chile aufgenommen.
Gloria Rojas: "Im Kindergarten El Sembrador sind Mauern eingestürzt.
Einige Gemeindehäuser sind vom Einsturz bedroht. Fast alle
Gebäude haben zumindest leichte bis mittlere Schäden
erlitten. Über konkrete Schätzungen zur Höhe der
Sachschäden verfügen wir noch nicht."
Rolando Holtz, Bischof der Lutherischen Kirche in Chile, berichtet,
dass sich die Schäden an der Kirche in Valparíso auf
etwa 20.000 Euro belaufen. Von den Gemeinden dieser Kirche aus
Temuco und Umgebung hat Holtz bisher noch keine Nachrichten erhalten.
Das GAW bittet um Hilfe für die vom Beben
betroffenen evangelischen Gemeinden in Chile:
Spendenkonto: 22 33 44, BLZ 850 951 64, LKG Dresden.
Kennwort: Chile Erdbebenhilfe
Sie können auch hier online
spenden
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Evangelische Gemeinden in Chile von schwerem
Erdbeben betroffen
Gustav-Adolf-Werk bittet um Spenden / Generalsekretär
Enno Haaks: Wir sind mit unseren Gedanken und Gebeten bei
den Menschen in Chile! |
Nach dem schweren Erdbeben in Chile befürchtet das Gustav-Adolf-Werk
e.V. (GAW), dass auch mehrere seiner Partnergemeinden schwer betroffen
sind. Derzeit versuchen die Pastoren ihre Gemeindemitglieder aufzusuchen,
was insbesondere in und um die Stadt Concepción, die nahe
dem Epizentrum des Bebens liegt, sehr schwierig ist. Die Evangelisch-Lutherische
Kirche in Chile, Partnerkirche des GAW, hat im Raum Concepción
mehrere Gemeinden. Kirchenpräsidentin Gloria Rojas (Santiago
de Chile) berichtet, dass es Pastor Oscar Sanhueza in Concepción
aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung bisher noch nicht
gelungen ist, Kontakt zu seinen Gemeinden in Chiguayante und Coronel
aufzunehmen.
In Santiago de Chile haben mehrere kirchliche Gebäude Schäden
davongetragen. Gemeindemitglieder berichten, dass sie Angehörige
vermissen, dass ihre Häuser vom Beben verwüstet wurden
und die Stromversorgung und Infrastruktur zusammengebrochen waren.
Gloria Rojas: "Wir hoffen, dass wir in wenigen Stunden mehr
sagen können. Im Moment habe ich den Eindruck, dass wir vor
allem aus dem Ausland Informationen über das Ausmaß des
Bebens erhalten."
Enno Haaks, Generalsekretär des GAW und 2000-2009 selbst Pfarrer
der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Chile: "Wir sind mit
unseren Gedanken und Gebeten bei den Menschen in Chile! Ich selbst
habe Freunde und Bekannte dort, über deren Schicksal ich im
Ungewissen bin. Mein Nachfolger als Pastor der Versöhnungsgemeinde
in Santiago de Chile, Friedemann Bauschert, Pfarrer der Württembergischen
Landeskirche, war mit seiner Familie gerade zwei Tage in Chile als
das Beben über das Land hereinbrach. Das GAW will seinen Schwestern
und Brüdern in Chile zur Seite stehen. Viel wird wieder aufgebaut
werden müssen. Dafür brauchen wir dringend Unterstützung!"
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